Mehr Lud­wig Er­hard, we­ni­ger Pe­ter Alt­mai­er

Wertinger Zeitung - - Wirtschaft - VON STE­FAN STAHL [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die Wirt­schaft steht meist hin­ter ih­rem Mi­nis­ter. Das trifft selbst auf den Frei­en-Wäh­ler-Mann Hu­bert Ai­wan­ger in Bay­ern zu. Am An­fang frem­del­te noch der ein oder an­de­re In­dus­trie-Lob­by­ist mit dem aus der Pro­vinz stam­men­den und für die Pro­vinz kämp­fen­den Po­li­ti­ker. Doch die Be­den­ken sind längst ver­schwun­den. Ai­wan­ger hört zu, lernt schnell und

kommt zu­neh­mend bes­ser bei der Wirt­schaft an, auch weil er sich um Tech­no­lo­gie-The­men küm­mert. Manch ein CSU-Po­li­ti­ker be­ob­ach­tet das im­mer ei­fer­süch­ti­ger.

Auf Bun­des­ebe­ne wird Wirt­schafts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er aber von Fir­men-Ver­tre­tern at­ta­ckiert. Auf der Han­no­ver Messe ist der Chor sei­ner Kri­ti­ker grö­ßer und lau­ter ge­wor­den. Die Ar­beit­ge­berRe­prä­sen­tan­ten wer­fen dem CDUMann zu Recht vor, im­mer noch kein schlüs­si­ges Kon­zept zur Ener­gie­po­li­tik vor­ge­legt zu ha­ben. Und sei­ne In­dus­trie­po­li­tik, die auf die Bil­dung gro­ßer na­tio­na­ler Cham­pi­ons setzt, ist ord­nungs­po­li­tisch frag­wür­dig. Alt­mai­er muss sich nicht wun­dern, wenn ihm ein Hang zur Pl­an­wirt­schaft un­ter­stellt wird, ja man ihm vor­hält, der staat­lich ge­lenk­ten chi­ne­si­schen Volks­wirt­schaft so­zu­sa­gen ein klei­nes deut­sches Wirt­schafts-Chi­na ent­ge­gen­set­zen zu wol­len.

Der CDU tä­te mehr Lud­wig Er­hard und we­ni­ger Alt­mai­er gut.

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