Hei­ßer Sound, fet­zi­ge So­los und Mam­bo Ita­lia­no

Kon­zert JAZZ­tas­te BI­Gband be­geis­tert beim Jah­res­kon­zert in Wer­tin­gen mit hin­rei­ßen­den Rhyth­men. Da­bei wur­de den Mu­si­kern ei­ni­ges an Kon­di­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on ab­ver­langt

Wertinger Zeitung - - Lokale Kultur - (pm)

Wer­tin­gen Ei­ne be­ein­dru­cken­de Vi­si­ten­kar­te konn­te die JAZZ­tas­te BI­Gband un­ter Lei­tung von To­bi­as Wie­den­mann bei ih­rem Jah­res­kon­zert ab­ge­ben. Bis auf den letz­ten Platz war die Au­la des Gym­na­si­ums Wer­tin­gen be­setzt. Zahl­rei­che po­si­ti­ve Stim­men lob­ten das kurz­wei­li­ge und an­spruchs­vol­le Pro­gramm und be­stä­tig­ten der Band ei­nen be­acht­li­chen Leis­tungs­stand.

Den Mu­si­kern wur­de die­ses Mal ei­ni­ges an Kon­di­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on ab­ver­langt. Schließ­lich gab es kaum ei­nen Ti­tel, bei dem man sich „aus­ru­hen“konn­te. Es ge­lang der Jazz­for­ma­ti­on je­doch mü­he­los, die Span­nung bis zur letz­ten Se­kun­de auf­recht­zu­er­hal­ten und das Pu­bli­kum durch die an­ste­cken­de Spiel­freu­de in ih­ren Bann zu zie­hen.

Band­lea­der To­bi­as Wie­den­mann führ­te hu­mor­voll durch das Pro­gramm.

Ne­ben ei­ner über­zeu­gen­den Band­leis­tung tra­ten ei­ni­ge Mit­glie­der wie­der­holt auch so­lis­tisch in Er­schei­nung. Beim Ope­ner „Mr. Funk“gin­gen Magnus von Zastrow (Sa­xo­fon) und Axel Feld (Gi­tar­re) be­reits in die Vol­len und mach­ten deut­lich, dass sie Meis­ter ih­res In­stru­ments sind. An­schlie­ßend er­klang das Her­bolz­hei­mer-Ar­ran­ge­ment „He­art­land“– ei­ne wah­re Her­zens­an­ge­le­gen­heit für die Band. Über zehn Mi­nu­ten – und es wur­de kei­ne Se­kun­de lang­wei­lig dank fes­seln­der So­lo­parts von An­na Le­na Neu­kirch­ner (Bass), Bar­ba­ra Mayr (Sa­xo­fon), Ma­nu­el Burk­hart (Pia­no) und Axel Feld.

Nicht feh­len durf­te beim Kon­zert­er­eig­nis des Jah­res na­tür­lich Sän­ge­rin Ca­ro­la Eg­ger. Mit kraft­vol­ler Stim­me in­ter­pre­tier­te sie El­la Fitz­ge­ralds Ver­si­on des Rock-Klas­si­kers „Sunshi­ne of your lo­ve“. Nach dem be­schwing­ten „L-o-v-e“von Na­tha­lie Co­le über­gab sie das Mi­kro­fon an Chef To­bi­as Wie­den­mann, der Ro­ger Ci­ce­ros Hit „Zieh die Schuh aus“glaub­wür­dig und er­fri­schend prä­sen­tier­te.

„Fies­ta a la king“von Mam­bo-Kö­nig Ti­to Pu­en­te wur­den die Gäs­te mit ein­gän­gi­gen Trom­pe­ten­klän­gen (Chris­ti­an Hof) und So­li von Bar­ba­ra Mayr (Flö­te), Magnus von Zastrow (Sa­xo­fon) und Ma­nu­el Burk­hart (Pia­no) in die Pau­se ver­ab­schie­det.

Mit ei­nem fu­rio­sen Trom­mel­so­lo (Mat­thi­as Sch­äff­ler) und so­lis­ti­schen Ein­la­gen von Yvon­ne Ro­th­baur (Sa­xo­fon) und Ju­li­an Röß­ner (Po­sau­ne) ging es bei „Gree­tings and Sa­luta­ti­on“wei­ter. Wahr­lich die be­sun­ge­ne „Big Ti­me“hat­te Ca­ro­la Eg­ger bei Lin­da Eders fet­zi­ger Num­mer im Sing Sing Sing Style, wel­cher An­na Le­na Neu­kirch­ner mit ih­rem hei­ßen Kla­ri­net­ten­sound den letz­ten Schliff ver­pass­te. Kon­trast­rei­cher hät­te der Über­gang zu Edith Piafs be­kann­tem Chan­son „La vie en ro­se“nicht sein kön­nen. Ca­ro­la Eg­gers fein­füh­li­ge ge­sang­li­che In­ter­pre­ta­ti­on und MiBei cha­el Sch­äff­lers in­stru­men­ta­le Ab­wand­lung der Me­lo­die ka­men sehr gut an und wur­den mit viel Ap­plaus be­dacht. Eric Döh­ler (Trom­pe­te) und Ju­li­an Röß­ner (Po­sau­ne) konn­ten bei „Litt­le Brown Jug“auf sich auf­merk­sam ma­chen und spä­tes­tens bei dem rhyth­misch und spie­le­risch äu­ßerst an­spruchs­vol­len „Gi­ant Steps“war klar, zu wel­cher Leis­tung der Klang­kör­per der Stadt­ka­pel­le Wer­tin­gen fä­hig ist. Axel Feld ent­lock­te sei­ner Gi­tar­re beim ab­schlie­ßen­den „Fun­ky Sea, fun­ky

Deut­li­che Meis­ter ih­rer In­stru­men­te

Al­ler­bes­te Stim­mung ver­brei­te­te sich

dew“noch ein­mal fan­tas­ti­sche Klän­ge und sorg­te da­für, dass die Kon­zert­be­su­cher noch ei­ne Zu­ga­be for­der­ten.

Al­ler­bes­te Stim­mung ver­brei­te­te sich beim „Mam­bo Ita­lia­no“, den Sän­ge­rin Ca­ro­la Eg­ger au­gen­zwin­kernd in ita­lia­ni­sier­tem Eng­lisch zum Bes­ten gab. Zur Un­ter­stüt­zung wur­den drei mu­sik­be­geis­ter­te Jungs aus dem Pu­bli­kum kur­zer­hand ins Per­cus­sionteam über­nom­men und spiel­ten nach An­lei­tung von Ti­zi­an Wa­risch und Mat­thi­as Sch­äff­ler wie die Pro­fis auf. Be­reits die ers­ten Tak­te der be­kann­ten Gi­tar­ren-In­tro lie­ßen er­ah­nen, dass es sich bei der zwei­ten Zu­ga­be um „Long Train run­ning“von den Doo­bie Bro­thers han­del­te. Die Per­for­mance der Band mit Wie­den­mann und Eg­ger an den Vo­cals riss die Kon­zert­be­su­cher der­art mit, dass sie im­mer noch nicht ge­nug hat­ten und so er­klang mit ge­bün­del­ten Kräf­ten noch ein­mal He­art­land und be­en­de­te ei­nen mu­si­ka­lisch äu­ßerst ab­wechs­lungs­rei­chen Jaz­zabend.

Fo­to: Ste­fan Bu­che­le, Stadt­ka­pel­le Wer­tin­gen

Die Blä­ser­sek­ti­on der JAZZ­tas­te BI­Gband, an­ge­führt von Le­adt­rom­pe­ter Chris­ti­an Hof (hin­te­re Rei­he Mit­te) ließ es beim Jah­res­kon­zert in Wer­tin­gen mu­si­ka­lisch rich­tig kra­chen.

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