Der gu­te Micha­el Jack­son

Wertinger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on, die ver­stört“(Pan­ora­ma) vom 8. April:

Am 13. Ju­ni 2005 – un­ter Fans auch be­kannt als „Vic­to­ry Day“– wur­de Micha­el Jack­son frei­ge­spro­chen. Den­noch gibt es stän­dig neue halt­lo­se An­schul­di­gun­gen. Da­bei war MJ ei­ner, der die Welt zu ei­nem bes­se­ren Ort ma­chen woll­te. Das zeigt sich in sei­nen Song­tex­ten wie an sei­nen Ta­ten. Und er hat am ei­ge­nen Leib er­fah­ren müs­sen, wie es ist, kei­ne Kind­heit zu ha­ben. Mit sei­ner Ne­ver­land Ranch er­füll­te er sich sei­ne Kind­heits­träu­me. Die Kin­der, die er dort­hin ein­lud, ka­men aus är­me­ren Ver­hält­nis­sen, er woll­te mit ih­nen tei­len, ih­nen ei­ne Freu­de ma­chen. Micha­el wur­de sein gan­zes Le­ben lang miss­ver­stan­den und von den Me­di­en fer­tig­ge­macht. Die­ser im­men­se Druck hat ihn letzt­lich das Le­ben ge­kos­tet. Was uns bleibt, ist sei­ne Mu­sik. Und die wol­len man­che we­gen „Lea­ving Ne­ver­land“auch noch im Ra­dio zen­sie­ren! Fast zehn Jah­re nach sei­nem Tod kann man ihn noch im­mer nicht in Frie­den ru­hen las­sen. Eve­lyn Schrö­fel, Günz­burg

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