Ak­ti­on: Eu­ro­pa­tag

Schü­ler ler­nen die EU ken­nen

Wertinger Zeitung - - K!ar.text - (pm)

Dil­lin­gen Der Br­ex­it hält Eu­ro­pa in Atem und auch die Eu­ro­pa­wah­len im Mai na­hen mit gro­ßen Schrit­ten. Die Schü­ler des Jo­hann-Micha­elSai­ler-Gym­na­si­ums in Dil­lin­gen sa­hen das als An­lass, sich mit Eu­ro­pa und der EU aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ge­mein­sam mit der Mit­tel­stu­fe so­wie den zehn­ten Klas­sen lu­den sie To­bi­as Winkler ein, der als Bü­ro­lei­ter ver­schie­de­ner Ab­ge­ord­ne­ter des Eu­ro­pa­par­la­ments und Lei­ter des EU-Ver­bin­dungs­bü­ros des EU-Par­la­ments in Mün­chen über die­se Or­ga­ni­sa­ti­on Be­scheid weiß.

Un­ter dem Mot­to „Die Zu­kunft Eu­ro­pas ist auch eu­re Zu­kunft“er­klär­te Winkler zu­nächst den his­to­ri­schen Ur­sprung der EU und die Mo­ti­ve für ih­re Grün­dung. Nach den Ver­hee­run­gen des Zwei­ten Welt­kriegs soll­te ein neu­er­li­ches Blut­ver­gie­ßen in Eu­ro­pa ver­hin­dert wer­den. Kon­kret soll­te das durch die Kon­trol­le kriegs­wich­ti­ger In­dus­trie­zwei­ge in der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft für Koh­le und Stahl, kurz EGKS, er­reicht wer­den. Au­ßer­dem zeig­te der Re­fe­rent die Be­deu­tung der EU gera­de im wirt­schaft­li­chen Be­reich auf, der un­mit­tel­bar das Le­ben und den Wohl­stand der EU-Bür­ger be­ein­flusst. Ge­mes­sen an den Be­völ­ke­rungs­zah­len und an der Grö­ße des je­wei­li­gen Staats­ge­bie­tes könn­ten die ein­zel­nen Na­tio­nal­staa­ten Eu­ro­pas nicht mit Län­dern wie Chi­na, den USA oder Russ­land kon­kur­rie­ren, ge­schwei­ge denn mit dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent, er­klärt Winkler. Nur der EU sei es mög­lich, die­sen gro­ßen Staa­ten als gleich­wer­ti­ger Han­dels­part­ner ge­gen­über­zu­tre­ten, um über Han­dels­ab­kom­men den eu­ro­päi­schen Un­ter­neh­men Sel­te­ne Er­den zu si­chern, so der Re­fe­rent. Be­vor Winkler für ver­schie­de­ne Schü­ler­fra­gen zur Ver­fü­gung stand, gab er ei­nen Über­blick über die wich­tigs­ten Or­ga­ne der EU und ih­re Mög­lich­kei­ten, auch für jun­ge Leu­te. Er be­ton­te bei­spiels­wei­se den Frei­wil­li­gen­dienst im Rah­men des Eu­ro­päi­schen So­li­da­ri­täts­korps oder das Eras­mus-Pro­gramm. Winkler schloss mit ei­nem Ap­pell an die Ju­gend­li­chen, die eu­ro­päi­sche Zu­kunft ak­tiv mit­zu­ge­stal­ten, denn ih­re per­sön­li­che Zu­kunft sei un­trenn­bar mit der Ent­wick­lung der EU ver­bun­den. Der in­for­ma­ti­ve Vor­mit­tag zeig­te, dass die EU mehr als nur ein bü­ro­kra­ti­sches Mons­ter sein kann. Zum Ab­schluss gab Winkler noch ei­ne per­sön­li­che Le­bens­er­fah­rung mit auf den Weg: „In Eu­ro­pa macht es nichts aus, wenn du in Eng­lisch nur ei­ne Drei oder Vier hat­test. Die we­nigs­ten spre­chen die­se Spra­che als Mut­ter­spra­che, die ver­ste­hen auch dein an­fangs vi­el­leicht noch nicht so per­fek­tes Schul­eng­lisch!“

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