Er küm­mer­te sich um die Son­ne

Heu­te er­fährst du mehr über He­li­os

Wertinger Zeitung - - Panorama | Capito - VON TI­MON SIN­GER Zeich­nung: Ti­mon Sin­ger

Mit Su­per­kräf­ten aus­ge­stat­tet und oft un­sterb­lich: Im al­ten Grie­chen­land glaub­ten die Men­schen an mäch­ti­ge Göt­ter und We­sen. Ei­ni­ge wol­len wir dir hier vor­stel­len. Die­ses Mal: He­li­os.

He­li­os war im an­ti­ken Grie­chen­land da­für zu­stän­dig, dass je­den Tag die Son­ne auf- und wie­der un­ter­geht. Sei­ne Ge­schwis­ter Eos und Se­le­ne wa­ren für die Mor­gen­rö­te und den Mond zu­stän­dig. He­li­os wird des­we­gen häu­fig mit ei­ner sie­ben­za­cki­gen Son­nen­kro­ne und in sei­nem Son­nen­wa­gen dar­ge­stellt, mit dem er je­den Tag über den Him­mel zieht. Da­zu gibt es fol­gen­de Ge­schich­te: He­li­os hat­te mit sei­ner Frau Kly­me­ne meh­re­re Kin­der: Aig­le, Phae­thu­sa, Lam­pe­tia (die drei He­lia­den) und Phae­thon. Als Phae­thon dann grö­ßer wur­de, mach­te sich ei­ner der Söh­ne des Zeus über ihn lus­tig, weil er mein­te, dass die­ser kei­nen Gott als Va­ter hät­te. Als Phae­ton sei­nen Va­ter da­nach frag­te, er­kann­te He­li­os ihn je­doch als Sohn an und ver­sprach sei­nem Kind ein Ge­schenk sei­ner Wahl. Phae­thon woll­te un­be­dingt für ei­nen Tag den Son­nen­wa­gen steu­ern. Zu­nächst ver­such­te He­li­os ihm die­se Idee aus­zu­re­den, aber Phae­thon setz­te sei­nen Wunsch durch. Al­so be­stieg er am nächs­ten Tag den reich ver­zier­ten Son­nen­wa­gen. Nach kur­zer Zeit al­ler­dings ge­riet der von vier Pfer­den ge­zo­ge­ne Wa­gen au­ßer Kon­trol­le und ver­wüs­te­te durch die enor­me Hit­ze der Son­ne gan­ze Land­stri­che. Göt­ter­va­ter Zeus be­schloss dar­auf­hin, ihn zu stop­pen, und zer­stör­te mit ei­nem sei­ner Blit­ze den Son­nen­wa­gen. Die­ser fiel in den Fluss Po, wo Phae­thon er­trank. Der li­gu­ri­sche Kö­nig, ein Ver­wand­ter Phae­thons, eil­te her­bei und wur­de dann aber aus Mit­leid von Apol­lon in ei­nen Schwan ver­wan­delt. Phae­thons Schwes­tern, die He­lia­den, wein­ten eben­falls um ihn und wur­den des­we­gen in Pap­peln ver­wan­delt. Ih­re Trä­nen trop­fen bis heu­te als Pflan­zen­harz von den Bäu­men.

Der Son­nen­gott He­li­os fuhr mit ei­nem Son­nen­wa­gen.

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