El­tern und Kin­der

Wertinger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Mehr Ab­trei­bun­gen durch Blut­test auf Down-Syn­drom?“und „Was wä­re, wenn ...“(Die Drit­te Sei­te) vom 9. April: Die Grund­pro­ble­ma­tik ist für mich: Wel­ches Men­schen­bild ha­be ich als Mensch, als Va­ter, als Mut­ter? Das Bei­spiel von der Fa­mi­lie, die sich für die Be­hin­de­rung ih­res Kin­des ent­schlos­sen hat, bringt die Fra­ge nach dem, was El­tern ein Kind wirk­lich be­deu­tet, auf den Punkt. Ist mein Kind ein Pro­dukt mei­ner Träu­me und Fan­ta­si­en? Die Fol­gen könn­ten für das Kind und die El­tern fa­tal sein, wenn sich die Träu­me und Wün­sche nicht um­set­zen. Ist mein Kind ein Mensch, der nach mei­nen Vor­stel­lun­gen zu „funk­tio­nie­ren“hat? Wie vie­le Kon­flik­te gibt es zwi­schen Kin­dern und El­tern, weil Kin­der den An­sprü­chen ih­rer El­tern nicht ge­recht wer­den!? Was ma­che ich mit mei­nem Kind, wenn es an­ders ist, an­ders sei­nen Weg geht, wenn es plötz­lich un­heil­bar krank wird? Im Letz­ten stellt sich für mich als Seel­sor­ger und Christ die Fra­ge an je­den, der sich Ge­dan­ken über Kin­der­nach­wuchs macht: Sind die Kin­der Got­tes Ge­schöp­fe und Aus­druck der in­ni­gen Lie­be zwi­schen zwei Part­nern, die sich der Ver­ant­wor­tung als El­tern für ei­ne be­stimm­te Zeit „un­ter­wer­fen“? Wolf­gang Zo­po­ra, Tau­ber­ret­ters­heim

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