Axt­mör­der kommt in die Psych­ia­trie

64-Jäh­ri­ger tö­te­te sei­ne Nach­ba­rin

Wertinger Zeitung - - Bayern -

Mün­chen Aus dem Hin­ter­halt hat er sei­ne Nach­ba­rin an­ge­grif­fen und sie mit Axt, Seil und Mes­ser er­mor­det – nun wird der 64-Jäh­ri­ge in ei­ne Psych­ia­trie ein­ge­wie­sen. Das Land­ge­richt Mün­chen II ver­ur­teil­te den Mann am Frei­tag. Er ha­be ei­ne krank­haft see­li­sche Störung. Sei­ne Schuld­fä­hig­keit sei „er­heb­lich ein­ge­schränkt“, sag­te der Rich­ter. Des­halb sei er nicht zu ei­ner le­bens­lan­gen Haft­stra­fe ver­ur­teilt wor­den.

Der An­ge­klag­te wer­de zu­nächst für un­be­stimm­te Zeit in ei­ner Psych­ia­trie un­ter­ge­bracht. Soll­te die Be­hand­lung dort früh­zei­tig be­en­det wer­den, müs­se er den Rest sei­ner Haft­stra­fe von 13 Jah­ren im Ge­fäng­nis ab­sit­zen. Ei­ne Be­wäh­rung schloss das Ge­richt eben­so wie ei­ne am­bu­lan­te psy­chi­sche Be­hand­lung aus. Die Ver­tei­di­ge­rin des Man­nes kün­dig­te an, kei­ne Re­vi­si­on ein­zu­le­gen. Das Ur­teil ist da­mit rechts­kräf­tig. Zu­vor hat­te der Mann in der Ver­hand­lung ge­sagt: „Jetzt in die Frei­heit zu kom­men, das wä­re mir nicht ge­heu­er.“

Der Deut­sche hat­te die Tat zum Pro­zess­auf­takt ge­stan­den. In der Ver­hand­lung hat­te er an­ge­ge­ben, am Tag der Tat „Wut auf die Welt“ver­spürt zu ha­ben. Dar­auf­hin ha­be er sich ent­schlos­sen, die nächs­te Per­son um­zu­brin­gen, die ihm be­geg­net. Er griff sei­ne 77-jäh­ri­ge Nach­ba­rin von hin­ten mit der Axt an. Als die Schlä­ge auf de­ren Kopf sie nicht tö­te­ten, ver­such­te er zu­nächst, sie mit ei­nem Seil zu er­dros­seln. An­schlie­ßend stach er mit ei­nem Mes­ser auf sie ein. Kurz nach dem Mord an der Nach­ba­rin in de­ren Woh­nung rief er die Po­li­zei und ließ sich fest­neh­men.

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