„Pol­ni­sche Pfle­ge­kräf­te bes­ser­stel­len“

Wittlager Kreisblatt - - POLITIK - Von Norbert Mey­er

OSNABRÜCK In der Ver­bes­se­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen für aus­län­di­sche Al­ten­pfle­ge­kräf­te in Deutsch­land sieht der frü­he­re DDR-Au­ßen­mi­nis­ter Mar­kus Me­ckel (SPD) ei­ne Mög­lich­keit, die ab­ge­kühl­ten Be­zie­hun­gen zu Po­len neu zu be­le­ben.

Im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on sag­te der lang­jäh­ri­ge Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Ost­eu­ro­pa-Ex­per­te, der­zeit sei es zum Bei­spiel für vie­le pol­ni­sche Frau­en at­trak­tiv, nach Deutsch­land zu kom­men und hier in der häus­li­chen Pfle­ge al­ter Men­schen „auch un­ter zum Teil un­wür­di­gen Be­din­gun­gen Geld zu ver­die­nen, weil sie mehr er­hal­ten als in Po­len, um ih­re Fa­mi­lie ab­zu­si­chern“. Deutsch­land müs­se da­her sei­ne „Be­din­gun­gen ver­bes­sern, be­son­ders mit Blick auf die recht­li­che Si­tua­ti­on für sol­che Frau­en“. Der ehe­ma­li­ge evan­ge­li­sche Pfar­rer und DDRBür­ger­recht­ler Me­ckel füg­te hin­zu, hier sei­en „na­tür­lich auch kirch­li­che Trä­ger“der häus­li­chen Al­ten­pfle­ge in Deutsch­land ge­for­dert.

Als Ko-Vor­sit­zen­der des Stif­tungs­rats der Stif­tung für deutsch-pol­ni­sche Zu­sam­men­ar­beit hat­te Me­ckel kürz­lich in Stral­sund an der Ver­lei­hung des Deutsch-Pol­ni­schen Ta­de­usz-Ma­zo­wiecki-Jour­na­lis­ten­prei­ses teil­ge­nom­men, bei der ein Bei­trag des MDRFern­se­hens über die pre­kä­ren Ar­beits­be­din­gun­gen pol­ni­scher Kräf­te in der häus­li­chen Pfle­ge deut­scher Se­nio­ren aus­ge­zeich­net wur­de.

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