Trend­wen­de zu mehr Pfle­ge

Ko­ali­ti­on ver­spricht Fi­nan­zie­rung von Stel­len

Wittlager Kreisblatt - - POLITIK -

BER­LIN Uni­on und SPD ver­spre­chen ei­ne Trend­wen­de ge­gen den Pfle­ge­not­stand in Deutsch­land. In den Kran­ken­häu­sern wer­de vom kom­men­den Jahr an je­de zu­sätz­li­che Pfle­ge­stel­le voll­stän­dig fi­nan­ziert, sag­te Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) ges­tern bei den Haus­halts­be­ra­tun­gen im Bun­des­tag. Spahns Ge­sund­heits­etat war der letz­te ein­zel­ne Be­reich, der in der Haus­halts­wo­che be­ra­ten wur­de.

In ei­nem nächs­ten Schritt wer­de die Pfle­ge ab 2020 völ­lig aus dem Wett­be­werb zwi­schen den Kran­ken­häu­sern her­aus­ge­nom­men, so SPDFrak­ti­ons­vi­ze Karl Lau­ter­bach.

Pfle­ge soll künf­tig un­ab­hän­gig von den Pau­scha­len für Be­hand­lungs­fäl­le fi­nan­ziert wer­den.

Links­frak­ti­ons­vi­ze Ge­si­ne Lötzsch kri­ti­sier­te, dass an­de­re Be­ru­fe in den Kran­ken­häu­sern „au­ßen vor“blie­ben. Lötzsch und die Grü­nen-Frak­ti­ons­vi­ze Kat­ja Dör­ner for­der­ten Ab­hil­fe ge­gen zu ge­rin­ge In­ves­ti­tio­nen der Län­der in die In­fra­struk­tur der Kli­ni­ken.

Spahn wies Kri­tik zu­rück, dass ein ver­spro­che­ner Stel­len­auf­bau in der Al­ten­pfle­ge zu kurz sprin­ge. Ihm wer­de ent­ge­gen­ge­hal­ten: „Reicht nicht, zu we­nig, zu klein“, sag­te er. „Je­de Rei­se be­ginnt in ei­nem ers­ten Schritt“, be­ton­te Spahn. Nun sol­le es in der Al­ten­pfle­ge re­gel­haft zu ei­ner Ta­rif­be­zah­lung kom­men. Hin­ter­grund ist das Be­mü­hen um ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag. Die Ge­werk­schaft Ver­di will ei­nen ers­ten Ta­rif­ver­trag ab­schlie­ßen und er­war­tet von der Re­gie­rung, dass sie die­sen für all­ge­mein­ver­bind­lich er­klärt.

Fo­to: dpa

Jens Spahn

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