Thys­sen-Krupp prüft wei­te­ren Stel­len­ab­bau beim An­la­gen­bau

Wittlager Kreisblatt - - WIRTSCHAFT - Dpa

ES­SEN Beim In­dus­trie­kon­zern Thys­sen-Krupp dro­hen wei­te­re Stel­len­strei­chun­gen in sei­ner schwä­cheln­den Spar­te An­la­gen­bau. „Der­zeit über­prü­fen wir, ob der im letz­ten Jahr an­ge­kün­dig­te Per­so­nal­ab­bau an­ge­sichts der ver­än­der­ten Markt­per­spek­ti­ven aus­rei­chend ist“, sag­te ein Un­ter­neh­mens­spre­cher ges­tern auf An­fra­ge. Der Es­se­ner Kon­zern hat­te 2017 an­ge­kün­digt, in­ner­halb von drei Jah­ren in der An­la­gen- und Schiff­fahrts­par­te bis zu 2000 Stel­len ab­zu­bau­en. Ins­ge­samt ar­bei­ten im Ge­schäfts­be­reich In­dus­tri­al So­lu­ti­on mehr als 21 000 Men­schen.

Aus dem Ge­schäfts­be­reich In­dus­tri­al So­lu­ti­ons soll zu­dem der Ma­ri­nebe­reich her­aus­ge­löst und un­mit­tel­bar durch Thys­sen-Krupp ge­führt wer­den, wie Thys­sen-Krupp mit­teil­te. In­dus­tri­al So­lu­ti­ons soll sich nun ganz auf die Re­struk­tu­rie­rung im An­la­gen­bau kon­zen­trie­ren. Der Ge­schäfts­be­reich er­hält zu­dem ein neu­es Ma­nage­ment: Der bis­her für das ope­ra­ti­ve Ge­schäft der Spar­te zu­stän­di­ge Mar­cel Fass­wald über­nimmt zum 1. Ok­to­ber die Lei­tung.

Thys­sen-Krupp steht un­ter Druck, bes­se­re Er­geb­nis­se zu lie­fern. We­gen der an­hal­ten­den Schwä­che im An­la­gen­und Schiffs­bau so­wie Pro­ble­men bei Groß­pro­jek­ten hat­te der Kon­zern An­fang Au­gust sei­ne Pro­gno­se sen­ken müs­sen. In­te­rims­chef Gui­do Kerk­hoff kün­dig­te dar­auf­hin ei­nen „tief grei­fen­den Um­bau“der Spar­te an.

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