Der Fels in der Bran­dung

Der neue Jeep Wrang­ler bleibt sei­nen Tu­gen­den treu

Wittlager Kreisblatt - - IM GESPRÄCH - Von Gui­do Borck

FRANK­FURT Egal ob knie­tie­fer Matsch, di­cke Holz­stäm­me oder em­por­ra­gen­de St­ei­ne: Für den neu­en Jeep Wrang­ler ist das al­les kein Pro­blem, er wühlt sich mit Bra­vour durch das Of­f­roadGe­län­de. Auch die vier­te Neu­auf­la­ge ver­küm­mert nicht zum weich­ge­spül­ten SUV, son­dern bleibt sei­ner Li­nie treu. Doch dies­mal über­zeugt der US-All­rad­ler aber nicht nur als Ar­beits­tier fürs schwe­re Ter­rain, son­dern ist auf asphal­tier­ten Stra­ßen mit ei­nem an­nehm­ba­ren Fahr­kom­fort un­ter­wegs.

Mit sei­ner ei­gen­stän­di­gen Ka­ros­se­rie­form, der tra­pez­för­mi­gen Front­par­tie und den frei­ste­hen­den Kot­flü­geln wirkt der ak­tu­el­le Wrang­ler ir­gend­wie ver­traut. Trotz­dem ist al­les neu. An­ge­fan­gen vom ver­stärk­tem Lei­ter­rah­men bis hin zum mo­der­nen All­rad­an­trieb. Neu sind eben­so die LED-Schein­wer­fer, die die Stra­ße und na­tür­lich den Of­f­road-Par­cours we­sent­lich bes­ser aus­leuch­ten. Ge­blie­ben ist die Wahl zwi­schen zwei ver­schie­de­nen Rad­stän­den. Au­ßer­dem gibt es den Wrang­ler als Drei­oder Fünf­tü­rer, ent­we­der mit Ver­deck oder Hard­top und neu­er­dings so­gar mit Falt­schie­be­dach.

In­nen geht es im Ver­gleich zu sei­nem Vor­gän­ger rich­tig lu­xu­ri­ös zu. Die Ma­te­ri­al­qua­li­tät ist spür­bar ge­stie­gen, und auf Wunsch gibt es das Cock­pit so­gar mit ei­ner an­spre­chen­den Le­der-Be­span­nung. Der Fah­rer blickt auf TFT-In­stru­men­te so­wie auf das nicht min­der neue Mul­ti­me­di­a­sys­tem mit sei­nem 8,4 Zoll gro­ßen Touch­screen samt Smart­pho­ne-Ver­net­zung. Ei­ne Rück­fahr­ka­me­ra zählt eben­so zum Lie­fer­um­fang wie ein To­ter-Win­kelWar­ner mit rück­wär­ti­ger Qu­er­be­we­gungs­er­ken­nung. Was dem Jeep aber fehlt, sind ge­nü­gend brauch­ba­re Abla­gen. Die Tür­ta­schen sind schmal und das mick­ri­ge Hand­schuh­fach trägt sei­ne Be­zeich­nung zu­recht. Ein­zig un­ter der Mit­tel­arm­leh­ne gibt es ei­nen or­dent­li­chen Stau­raum.

Mit nur ei­nem Die­sel so­wie ei­nem Ben­zi­ner fällt das Mo­to­ren­an­ge­bot über­sicht­lich aus. Ei­ne Acht­stu­fen-Wand­ler­au­to­ma­tik ist im­mer Se­rie, eben­so kos­ten bei­de An­trie­be das glei­che. Mit ei­ner Aus­nah­me. Die Ein­stiegs­va­ri­an­te Sport wird für den Zwei­li­ter-Ben­zi­ner mit 270 PS nicht an­ge­bo­ten. So be­ginnt der ge­fah­re­ne 2,2-Li­ter-Selbst­zün­der mit sei­nen 200 PS be­reits bei 46 500 Eu­ro, die Lang­ver­si­on kos­tet je­weils 3000 Eu­ro mehr. Erst ab der ge­ho­be­nen Sa­ha­ra-Aus­stat­tungs­li­nie lie­gen bei­de Mo­to­ren mit 53 000 Eu­ro gleich­auf. Schön, den spe­zi­ell für ex­tre­mes Ge­län­de ge­mach­ten Wrang­ler Ru­bi­con gibt es mit un­ter an­de­rem spe­zi­el­len Of­f­roadRei­fen und kür­zer Ge­trie­be­un­ter­set­zung für das glei­che Geld. Was aber am meis­ten über­rascht: Der Typ fürs Gro­be ist jetzt auch für län­ge­re Rei­sen ge­eig­net und fe­dert ganz pas­sa­bel. Ein­zig der Wind und die spe­zi­el­len Grob­stol­len-Rei­fen sin­gen beim Wrang­ler Ru­bi­con bei hö­he­rem Tem­po ge­mein­sam ihr Lied. An­sons­ten über­zeugt der Jeep. So­wohl auf un­be­fes­tig­tem Ter­rain als auch auf asphal­tier­ten Stra­ßen. zart wie nie: Der neue Jeep Wrang­ler über­zeugt off- wie on­road.

Fo­to: Jeep

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