In Russ­land sorgt der Staat fürs Do­ping

Wolfsburger Allgemeine - - BLICK IN DIE ZEIT -

Do­ping mit­hil­fe des Staa­tes und des Ge­heim­diens­tes – was nach den Olym­pi­schen Spie­len in Sot­schi be­kannt wur­de, sorg­te welt­weit für Schlag­zei­len: Russ­land hat­te sein Heim­recht zu mas­si­ven Ma­ni­pu­la­tio­nen ge­nutzt. Im Vor­feld der WM wur­de be­kannt, dass auf­fäl­li­ge Do­ping­be­fun­de von Fuß­ball­spie­lern aus dem rus­si­schen Na­tio­nal­ka­der in der Ver­gan­gen­heit ver­schlei­ert und ver­tuscht wur­den. Vi­ze-Re­gie­rungs­chef Wi­ta­li Mut­ko, ein Pu­tin-Ver­trau­ter, soll als Sport­mi­nis­ter da­zu di­rekt die An­wei­sung er­teilt ha­ben. Der An­ti-Do­ping-Ex­per­te Fritz Sör­gel stell­te der Fifa im Vor­feld der Spie­le ein ver­nich­ten­des Ur­teil aus. Dass der Ver­band al­lein für die Kon­trol­len zu­stän­dig sei, hält er für ei­nen „un­er­träg­li­chen Zu­stand“– und be­fürch­tet Ver­tu­schun­gen. Die Fifa weist die Vor­wür­fe zu­rück. Schon im Vor­feld woll­te Russ­land dem deut­schen Do­ping­ex­per­ten Jour­na­lis­ten und Ha­jo Sep­pelt die Ein­rei­se Er hat­te ver­wei­gern. den Do­ping­skan­dal mit ge­bracht ins Rol­len und gilt in Mos­kau als Staats­feind. Erst nach mas­si­vem in­ter­na­tio­na­len Druck er­laub­te der Kreml Sep­pelt die Ein­rei­se.

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