Tri­bü­nen­po­li­tik: Schröder kommt, Mer­kel zö­gert

Wolfsburger Allgemeine - - BLICK IN DIE ZEIT -

Für den Kreml­chef sind Sport-Groß­er­eig­nis­se ei­ne Her­zens­sa­che. Für den Zu­schlag für die Welt­meis­ter­schaft setz­te er sich eben­so mas­siv per­sön­lich ein wie für die Olym­pia­de in Sot­schi 2014 – für die er so­gar ei­ne Be­wer­bungs­re­de in holp­ri­gem Eng­lisch hielt. „Er liebt es, sich bei sol­chen Groß­er­eig­nis­sen im Glanz der Welt­öf­fent­lich­keit zu son­nen“, be­rich­tet ein ehe­ma­li­ger Be­ra­ter. Bis­her spricht viel da­für, dass hoch­ran­gi­ge Ver­tre­ter aus dem Wes­ten die Spie­le eher mei­den. Von den deut­schen Spit­zen­po­li­ti­kern hat bis­lang nur Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) Rei­se­plä­ne. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel schloss ei­nen Be­such zwar nicht aus. Nach ei­ner Umfrage ist die Mehr­heit der Deut­schen aber ge­gen ei­nen WM-Be­such Mer­kels vor dem Halb­fi­na­le. ExBun­des­kanz­ler Gerhard Schröder (SPD), seit Jah­ren ein Ver­trau­ter Pu­tins, reist in je­dem

Fall zur WM – und sitzt schon zur Er­öff­nung auf der Tri­bü­ne.

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