Die Ar­beit an eu­ro­päi­schen Lö­sun­gen be­ginnt – oh­ne See­ho­fer

Wolfsburger Allgemeine - - BLICK IN DIE ZEIT - mko

Am vo­ri­gen Di­ens­tag

ka­men in Luxemburg die In­nen­mi­nis­ter der EU zu­sam­men. Ihr The­ma: Neu­re­ge­lung der Flücht­lings­po­li­tik. Der neue deut­sche In­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer aber blieb der Sit­zung fern, aus „Ter­min­grün­den“.

Auch beim EU-Gip­fel

am 28. und 29. Ju­ni ist Mi­gra­ti­on das Top-The­ma. An­ge­la Mer­kel be­rei­tet sich be­reits akri­bisch vor. Am 18. Ju­ni trifft sie in Berlin den neu­en ita­lie­ni­schen Pre­mier Gi­u­sep­pe Con­te. Nach und nach wächst quer durch Eu­ro­pa die Ein­sicht, dass zwei gro­ße Schrit­te not­wen­dig sind: ver­stärk­ter Schutz der Au­ßen­gren­zen plus bes­se­res Zu­sam­men­spiel in­ner­halb der EU. Die EU-Kom­mis­si­on plant die Ver­zehn­fa­chung ih­res Front­ex­Per­so­nals. Kon­sens ist auch, dass die 500 Mil­lio­nen Eu­ro­pä- er nicht die Erst­auf­nah­me­län­der Ita­li­en und Grie­chen­land al­lein­las­sen kön­nen. Hel­fen wür­de es, wenn ein Teil der Flücht­lin­ge in an­de­re EU-Staa­ten wei­ter­rei­sen könn­te.

Zu ei­nem sol­chen Mo­dell

wür­de die von See­ho­fer ge­plan­te ge­ne­rel­le Ab­wei­sung von be­reits an­ders­wo in der EU re­gis­trier­ten Men­schen al­ler­dings nicht pas­sen.

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