Luxemburger Wort

Historisch­e Trierer Kirche steht zum Verkauf

- V O N M I C H A E L M E R T E N ( T R I E R )

Sankt Paulus ist ein neoromanis­ches Kleinod, dessen Turm das Bild eines ganzen Trierer Stadtviert­els prägte. Doch die frühere Pfarrkirch­e wurde entwidmet, steht zum Verkauf – und ist damit zum Immobilien-Filetstück in der Trierer Innenstadt geworden. Langsam tastet sich der Besucher durch die Dunkelheit. Absolute Finsternis herrscht in einem abgetrennt­en Bereich der früheren Kirche. Ein Blindensto­ck hilft, dass man nicht plötzlich irgendwo mit dem Fuß anstößt oder über eine Kante stolpert. Mit der freien Hand kann man sich behutsam vorantaste­n und versuchen, die von jetzt auf gleich so unbekannt gewordene Welt zu erfassen. Wo früher Gläubige die Verbindung zu Gott suchten, residiert nun „Dialog im Dunkeln“. Die Aktion residiert bis Ende Juli zur Zwischenmi­ete in der beeindruck­enden neoromanis­chen Kirche, die von 1905 bis 1907 in der Trierer Innenstadt errichtet wurde, keine 500 Meter vom Moselufer entfernt. Dort, wo sonst Kirchenbän­ke standen, wo Heiligenge­mälde die Blicke auf sich zogen, führen nun sehbehinde­rte Mitarbeite­r die Besucher durch die Dunkelheit. Sie ermögliche­n einen Eindruck davon, wie es ist, ohne Augenlicht zu leben.

Sankt Paulus trägt zwar noch den Namen des Apostels, ist aber kein Gotteshaus mehr. Schon vor rund zehn Jahren gab es erste Überlegung­en, die Kirche zu schließen. „Das hängt mit dem übergroßen Angebot an Kirchen in der Innenstadt, aber auch mit den stetig gesunkenen Gottesdien­stbesucher­zahlen zusammen. Zuletzt waren es etwa 15 bis 20 Gottesdien­stbesucher am Wochenende“, berichtet Thomas Schiffler, Verwaltung­sratsvorsi­tzender der Kirchengem­einde Liebfrauen. Benannt nach der bekannten gotischen Liebfrauen­kirche neben dem Dom, verfügt die Innenstadt-Pfarrei über eine stattliche Zahl an Kirchen. „Wir haben das Flaggschif­f Liebfrauen, Sankt Gangolf am Hauptmarkt, die Familien- und Jugendkirc­he Wertgegens­tände blieben in Trierer Kirchen.

Während die Ausstellun­g „Dialog im Dunkeln“noch läuft, hat der Verkaufspr­ozess bereits begonnen. Potenziell­e Käufer müssen nicht nur die denkmalges­chützte Kirche und das ebenfalls denkmalges­chützte historisch­e Pfarrhaus erwerben, sondern das gesamte rund 3 800 Quadratmet­er große Grundstück, zu dem auch ein früheres Pfarrheim und ein Haus mit mehreren Mietwohnun­gen sowie ein Garten gehören. Das Mindestgeb­ot liegt bei 1,95 Millionen Euro. Bewerber müssen ein Nutzungsko­nzept einreichen und ein mehrstufig­es Auswahlver­fahren durchlaufe­n.

Die Deutsche Bischofsko­nferenz hat ein enges Korsett für den Verkauf von Kirchen festgezurr­t. Vergnügung­setablisse­ments und andere Nutzungszw­ecke, die der Würde des Raums schaden würden, sind untersagt. Die öffentlich­e Hand soll Vorrang vor Privatinve­storen, kulturelle Zwecke Vorrang vor kommerziel­len Konzepten haben. Auch andere christlich­e Kirchen oder Gemeinscha­ften dürfen vormalige katholisch­e Kirchen kaufen. Eine Umwandlung zur Moschee ist jedoch untersagt – und das, obwohl in Trier eine repräsenta­tive islamische Gebetsstät­te fehlt.

Einrichtun­gen wie der Hochschule Trier wird ein Interesse an dem Gebäudekom­plex nachgesagt. Doch Thomas Schiffler hält sich derzeit bedeckt: „Wir sind offen für alle Nutzungen, die der Würde des Raumes entspreche­n.“Möglicherw­eise, so sagt der Ehrenamtle­r, könnten auch noch Nutzungsko­nzepte ins Gespräch kommen, von denen derzeit niemand eine Ahnung habe. Der Verkaufser­lös werde nicht dem Bistum, sondern der Pfarrei zugute kommen, die damit beispielsw­eise die Gangolfkir­che sanieren könnte. Schiffler blickt lieber in die Zukunft als zurück. „Die Profanieru­ngsmesse“, so erinnert er sich, „war für alle Beteiligte­n ein trauriger Augenblick. Aber wir schöpfen Zuversicht, weil wir wissen: Es geht mit dem Glauben in Trier in anderen Kirchen weiter.“ au plus vite. En consacrant les trente minutes nécessaire­s à l’installati­on d’un arbre piège au repérage, c’est la production de plusieurs millions d’insectes qui sera évitée. Le repérage est donc 100 fois plus efficace que le piégeage.»

La technique des arbres pièges, si elle n’est pas utilisée dans l’ensemble des forêts touchées, peut, dit-il, s’avérer contreprod­uctive. «Si le DNF disposait des pièges dans toutes les forêts publiques, ceux-ci attireraie­nt les scolytes des forêts privées. Or, 60 % des pessières sont détenues par les propriétai­res privés. Dès lors, faire la promotion d’une technique qui n’a pas réellement fait ses preuves et que de nombreuses personnes associeron­t à un médicament miracle est irresponsa­ble», conclut-il. nal

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