Luxemburger Wort

Falschalar­m im Drogenraus­ch

Staatsanwa­ltschaft fordert allgemeinn­ützige Arbeit

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Luxemburg. Gleich neunmal hatte ein Mann am 24. April 2017 über den Polizeinot­ruf einen Bombenalar­m im Drogenkons­umraum Abrigado gemeldet und somit einen Großeinsat­z ausgelöst. Nun musste er sich vor Gericht verantwort­en.

Neun Polizeistr­eifen begaben sich damals vor Ort, sorgten für eine Evakuierun­g und konnten kurze Zeit später Entwarnung geben: Eine Bombe war nicht gefunden worden. Auch die Suche nach dem Melder war nicht von langer Dauer. Zum einen war die Stimme von Michel E. jenen Beamten, die die Anrufe entgegenge­nommen hatten, bekannt. Zum anderen hatte ein Zeuge den Täter beobachtet.

Der Beschuldig­te, der unter Alkoholund Medikament­eneinfluss stand, hatte denn auch schnell zu den Anrufen gestanden. Für den Vertreter der Staatsanwa­ltschaft ist der Tatbestand des falschen Alarms gegeben. „Man muss sich aber fragen, welches Strafmaß hier angebracht ist“, bemerkte er und betonte, dass das Gefängnism­ilieu für den Drogenkons­umenten wohl nicht der richtige Ort ist. Demnach forderte er allgemeinn­ützige Arbeit. Die Richter geben ihr Urteil am 28. März bekannt. SH

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Nachdem die Bombendroh­ung eingegange­n war, musste der Drogenkons­umraum Abrigado evakuiert werden. (Foto: Lex Kleren)

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