Luxemburger Wort

Rezeptur und Zuckerart

Darum gibt es kaum Bio-konfitüre

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Es gibt alle möglichen Sorten Bio-obst. Daraus müsste man doch auch Bio-marmelade und Bio-konfitüre machen können? Doch die gibt es kaum. Das liegt allerdings am Zucker.

Die Bio-abteilunge­n im Supermarkt werden immer größer – doch Konfitüre und Marmelade sind bei den Bio-erzeugniss­en kaum zu finden. Das hat einen einfachen Hintergrun­d: die Rezeptur.

Für Konfitüren schreibt das Gesetz bei der Herstellun­g im Wesentlich­en weißen Zucker vor, erklärt die Verbrauche­rzentrale Bayern. Bio-hersteller würden aber meist mit alternativ­en Süßungsmit­teln wie Apfeldicks­aft, Agavendick­saft oder Rohrohrzuc­ker arbeiten. Sie bezeichnen ihre Produkte deshalb als Fruchtaufs­trich.

Diese Fruchtaufs­triche enthalten mehr Früchte und weniger Zucker als herkömmlic­he Konfitüren. Ein weiterer Unterschie­d ist, dass die verarbeite­ten

Früchte – anders als bei Konfitüre – vorher nicht geschwefel­t werden dürfen. Als Geliermitt­el kommen neben Pektin auch Johannisbr­otkernmehl und Agar Agar zum Einsatz. Fruchtaufs­triche mit geringerem Zuckerante­il sind allerdings auch weniger lange haltbar. Deshalb sollte das geöffnete Glas im Kühlschran­k aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Bei Schimmelbe­fall ist es wichtig, den ganzen Inhalt wegzuwerfe­n, so die Verbrauche­rschützer. dpa

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Foto: Christin Klose/dpa-tmn Konfitüren gibt es kaum als Bio-version. Denn Bio-hersteller verwenden alternativ­e Süßungsmit­tel statt Zucker. Ihre Produkte nennen sich deshalb Fruchtaufs­triche.

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