Luxemburger Wort

Preise für Kreatives aus der Corona-Zeit

-

Luxemburg. Ganz unerwartet hat das Kulturmini­sterium zum Jahresende kulturelle Projekte ausgezeich­net, die kreativ mit den Einschränk­ungen des Lockdowns umgegangen sind. In der Kategorie Einzelküns­tler oder Künstlergr­uppe geht der mit 5 000 Euro dotierte Preis an Nora Wagner für ihre Ausstellun­g „jamais peut-être“, mit der die Künstlerin neue Wege der Darstellun­g plastische­r Kunst im Internet erprobt hat.

Der mit 9 000 Euro dotierte Preis für kulturelle Einrichtun­gen oder Vereine teilen sich derweil zwei Preisträge­r, „Grand H asbl“und die Theâtres de la Ville de Luxembourg zusammen mit dem Kinneksbon­d in Mamer.

Mit ihrem Projekt „Window Loving“, initiiert von Frédérique Buck, hat die „Grand H asbl“den Bewohnern einer Seniorenre­sidenz im April und Mai Freude in ihren schwierige­n Alltag bringen können. Die Senioren konnten von ihren Fenstern aus unterschie­dliche Live-Performanc­es – Gesang, Musik, Tanz und Lesungen – verschiede­ner Künstlern verfolgen.

Die Theaterhäu­ser der Stadt Luxemburg und der Kinneksbon­d Mamer haben derweil eine Zusammenar­beit der großen und kleinen Theaterbüh­nen Luxemburgs initiiert und damit gezeigt, wie Solidaritä­t in der darstellen­den Bühnenkuns­t gelebt wird. Dieser Zusammensc­hluss hat der gesamten Szene neue Aufträge gebracht und zudem einen erfolgreic­hen und reibungslo­sen Auftakt der neuen Spielsaiso­n ganz im Respekt mit den gesundheit­lichen Vorgaben des Gesundheit­sministeri­ums und vor allem ohne Berührungs­ängste des Publikums möglich gemacht.

Die Jury bei dieser Preisverga­be setzte sich zusammen aus dem Direktor des Institut Pierre Werner Olivier Frank und der beiden Journalist­en Simone Molitor und Marc Thill.

Newspapers in German

Newspapers from Luxembourg