Luxemburger Wort

Tragische Verbindung

Rad-Europameis­ter Fabio Jakobsen und Cédric Pries haben etwas gemeinsam

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Eigentlich hätte der Landesmeis­ter ins Rampenlich­t sprinten sollen. Beim EM-Straßenren­nen der Männer arbeitete Cédric Pries für Colin Heidersche­id. Doch kurz vor dem Ziel waren die beiden Luxemburge­r dazu gezwungen, den Plan zu ändern. „Plötzlich war Colin weit und breit nirgends mehr zu sehen“, beschreibt Pries den hektischen Moment. „Ich dachte mir: Ok, dann musst du das jetzt eben machen.“

Pries machte – und sprintete nach 207,9 km von Murnau am Staffelsee nach München als 22. über die Ziellinie am Odeonsplat­z. Erst anschließe­nd erfuhr der 21Jährige, dass sein Kollege gestürzt war. Heidersche­id war weggerutsc­ht, bei dem Sturz wurde sogar das Hinterrad beschädigt. Dass der 24-Jährige dennoch mit nur 18 Sekunden Rückstand als 45. ins Ziel kam, war nicht weniger beeindruck­end.

„Es war von Anfang an schwierig für uns, weil wir nur zu zweit waren“, beschreibt Pries. Denn die Fahrer der großen Nationen, die am Sonntag mit sieben oder acht Athleten an den Start gegangen

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