Luxemburger Wort

Jet aus Luxemburg im Visier von Ermittlern

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Luxemburg. Das US-Justizmini­sterium hat ein weiteres Flugzeug aus der Flotte von Global Jet Luxembourg im Visier. Konkret geht es um einen Airbus A319 mit dem Kennzeiche­n P4-MGU, der in Verbindung zum russischen Oligarchen Andrej Skoch stehen soll. „Skoch ist über eine Reihe von Briefkaste­nfirmen und Treuhandge­sellschaft­en, die mit seiner Lebensgefä­hrtin verbunden sind, der wirtschaft­liche Eigentümer des Airbus“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriu­ms. Bereits im Juni waren zwei bei Global Jet Luxembourg registrier­te Maschinen vom Typ Gulfstream G650ER und Boeing 787-8 ins Visier der US-Behörde geraten, die Verbindung­en zum russischen Oligarchen Roman Abramowits­ch sah. Skoch ist schon länger Ziel von US-Sanktionen, nachdem 2018 der Verdacht aufgekomme­n war, dass er Beziehunge­n zum organisier­ten Verbrechen habe. Trotzdem tätigte der Oligarch weiter Transaktio­nen in Dollar, „um die Registrier­ung des Airbus in Aruba und die Prämien für die Luftfahrtv­ersicherun­g des Airbus zu bezahlen, die jeweils notwendige Ausgaben für die Wartung und den Betrieb des Airbus waren“, wie der aerotelegr­aph berichtet. Dies war ein Verstoß gegen das Geldwäsche­gesetz und resultiert­e nun in der Beschlagna­hmung des Airbus A319, der laut USJustizmi­nisterium mehr als 90 Millionen Dollar wert ist. Der Standort des bei Global Jet Luxembourg registrier­ten Fliegers ist aktuell unbekannt, weswegen auch der Beschlagna­hme-Beschluss erst einmal ins Leere laufen dürfte. In Branchenkr­eisen wird spekuliert, dass der A319 derzeit in Kasachstan stehe. dme

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