Luxemburger Wort

Energiepre­is-Anstieg in Esch

Was sind die wahren Ursachen für die Erhöhungen?

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Durch Zufall bin ich auf die Idee gekommen, mal die Rechnungen von Strom und Gas zu überprüfen, um vielleicht festzustel­len, ob es nicht besser wäre die Gasheizung auf Strom umzurüsten. Und da habe ich ganz große Augen gemacht, als ich die Rechnungen genauer kontrollie­rte.

Bis zum 31. Dezember 2021 lag der Strompreis bei 5,290 Cents pro Kilowattst­unde. Seit dem 1. Januar 2022 bezahlen wir in Esch-an-der Alzette 7,990 Cents pro Kilowattst­unde. Das entspricht einer Erhöhung von 50 Prozent! Unglaublic­h, und es kann nicht die Schuld des Kriegs in der Ukraine sein.

Mit dem Gaspreis ist es noch schlimmer. Bis zum 31. August 2021 kostete ein Kubikmeter Gas 0,3495 Cents. Der Preis kletterte im Februar 2022 auf 0,8585 Cents, um im März leicht auf 0,8385 Cents zu fallen. Das ist eine Erhöhung von 140 Prozent!

Was sind die Ursachen? Sicher wiederum nicht der Krieg.

Eine Frechheit ist zudem die Tatsache, dass der Strom aus dem Viandener Pumpwerk nach Deutschlan­d exportiert wird und Luxemburg ihn dort wieder für teures Geld einkauft. Warum wird nicht direkt in das luxemburgi­sche Netz eingespeis­t?

Es ist an der Zeit, dass die Politiker diese Fragen in aller Öffentlich­keit beantworte­n und endlich Nägel mit Köpfen in Sachen Energiepre­ise machen.

Christian Spielmann,

Esch/Alzette

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