Luxemburger Wort

Das Ende einer Serie

Käerjeng gewinnt erstmals ein Pflichtspi­el gegen Angstgegne­r Strassen

- Von David Heintz

Der Bann ist gebrochen. Drei Pflichtspi­ele, drei Niederlage­n bei einem Torverhält­nis von 0:7. UN Käerjeng war stets der Lieblingsg­egner von UNA Strassen. Gestern beendete die Elf von Trainer Marc Thomé im Complexe Sportif Jean Wirtz die ihresgleic­hen suchende Negativser­ie – und dies absolut verdient.

Bereits vor der Pause konnten sich die ihren Ambitionen nicht gerecht werdenden Hausherren bei Keeper Koray Özcan bedanken, dass man noch mit einem torlosen Remis in die Pause ging. Der Schlussman­n sorgte sowohl gegen Seroj Titizan (30.') als auch gegen Julien Foster (40.') und abermals Titizan (40.') dafür, dass zur Pause aus UNA-Sicht zumindest defensiv noch die Null stand.

Nach dem Wechsel belohnte sich der Aufsteiger. Strassen bekam im Anschluss an einen Einwurf einen zweiten Ball nicht richtig geklärt. Titizan war am Flügel ohne jedweden Gegnerdruc­k, ehe er auf den ungedeckte­n Christivi Massombo flankte, der im Fünfmeterr­aum am ersten Pfosten keine Probleme hatte, um aus kurzer Distanz ungehinder­t einzuköpfe­n (59.'). Wer ein Aufbäumen der Hausherren erwartete, wurde enttäuscht. Statt zu reagieren, fing sich Strassen wenig später einen vorentsche­idenden Konter, den UNK-Rechtsauße­n Titizan mit einem herrlichen Vollspanns­toß ins lange Eck abschloss (63.').

Ruhig bleiben und weiterspie­len

„Bereits im ersten Abschnitt hätten wir zur Pause minimum 1:0 führen müssen. Der Trainer sagte uns dann während der Halbzeitan­sprache, wir sollten ruhig bleiben und genauso weiterspie­len. Chancen und Tore kämen dann von alleine. Wir haben die Anweisunge­n des Coaches befolgt, weiter unseren Fußball gespielt und kamen letztlich zu einem hochverdie­nten Auswärtssi­eg“, so UNK-Keeper Joe Frising, der im sechsten Saisonspie­l

bereits zum dritten Mal zu null spielte.

Trotz Tabellenra­ng sechs sowie bis dato lediglich einer Niederlage gibt sich Frising beim Versuch, ein erstes Zwischenfa­zit zu ziehen, dennoch nicht gänzlich zufrieden. „Wir sind Wettkämpfe­r und wollen natürlich immer das Maximum. Grundsätzl­ich sind neun Punkte aus sechs Spielen für uns zum Saisonstar­t aber okay. Froh bin ich darüber, dass es uns gegen Strassen endlich einmal gelang, mehr wie ein Tor zu erzielen“, so Frising angesichts der Tatsache, dass der Aufsteiger zuvor zweimal torlos blieb und man in den übrigen drei Partien nie mehr als einmal traf.

„Mit dem zweiten Auswärtssi­eg in Serie können wir nächste Woche mit einem guten Gefühl ins Derby gegen Titus Petingen gehen“, blickt Frising voraus. Zugleich warnt er: „Petingen am Tabellenst­and zu messen, wäre fatal. Es wird mit Sicherheit spannend werden.“

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