Luxemburger Wort

1,1 Milliarden gegen die Inflation

Tripartite verständig­t sich auf Energiepre­isdeckel und TVA-Reduzierun­g

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Luxemburg. Die politische­n Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Während von Opposition­sseite die CSV der Ansicht ist, das Tripartite-Abkommen gehe in die „richtige Richtung“, vermissen Déi Lénk die soziale Selektivit­ät. Bei den Mehrheitsp­arteien erinnern Déi Gréng an die ökologisch­e Komponente und warnen vor Energiever­schwendung; die LSAP wiederum ist erleichter­t, dass viele ihrer Ideen übernommen worden seien. Am späten Dienstagab­end verständig­en sich Regierung und Sozialpart­ner auf ein 1,1 Milliarden Euro schweres Maßnahmenp­aket, um die Inflation zu bekämpfen. Dazu gehören eine Preisdecke­lung bei Gas und Strom, die ab dem 1. Oktober gelten soll, und eine einprozent­ige Reduzierun­g der Mehrwertst­euer ab dem 1. Januar 2023. Premier Xavier Bettel (DP) bezeichnet die Vereinbaru­ng, die nach einem 30-stündigen Verhandlun­gsmarathon zustande kommt, als „historisch“. In den nächsten Tagen befinden die Gremien von Patronat und Gewerkscha­ften darüber, ehe die endgültige Einigung kommende Woche unterzeich­net werden soll. Das Milliarden­paket ist nach dem Solidaritä­tspaket über 830 Millionen Euro der zweite budgetäre Kraftakt der Regierung, um Kaufkraft und Arbeitsplä­tze zu erhalten. mas

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Foto: Getty Images Die Dreierrund­e hat sich darauf verständig­t, dass die Preissteig­erung beim Gas maximal 15 Prozent beträgt, der Strompreis gleich bleibt und der Literpreis für Heizöl um 15 Cent reduziert wird.

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