Ers­te Hälf­te ver­schla­fen

DIE SPIE­LER IN DER EINZELKRITIK Die FLF-Aus­wahl un­ter der Lu­pe

Tageblatt (Luxembourg) - - Fussball - Aus Minsk be­rich­tet Ta­ge­blatt-Re­dak­teur Dan El­vin­ger

Le­b­los war die Vor­stel­lung in der ers­ten Hälf­te. Nach dem Sei­ten­wech­sel stei­ger­ten die meis­ten Lu­xem­bur­ger ih­re Leis­tung, wa­ren aber nicht mehr in der La­ge, den Rhyth­mus zu er­hö­hen und sich ge­nü­gend Chan­cen zum Aus­gleich zu er­spie­len.

Ant­ho­ny Mo­ris: Sei­ne miss­lun­ge­ne Ret­tungs­tat in der 43. Mi­nu­te führ­te zum Füh­rungs­tref­fer der Weiß­rus­sen. Da­nach zeig­te der Vir­ton-Kee­per ei­ni­ge Pa­ra­den. Trotz­dem bleibt ein bit­te­rer Nach­ge­schmack.

Lau­rent Jans: Di­ri­gier­te laut­stark und leg­te wie­der ein­mal ein enor­mes Lauf­pen­sum an den Tag. Der Ka­pi­tän ging mit gu­tem Bei­spiel vor­an, aber sei­ne Mit­spie­ler woll­ten ihm nicht im­mer fol­gen. Schal­te­te sich zum Schluss auch mit Wucht in die Of­fen­si­ve ein.

Ke­vin Mal­get: In sei­nem 30. Län­der­spiel war ei­ne Ret­tungs­Grät­sche in der 22. Mi­nu­te sei­ne bes­te Tat. Wur­de be­reits nach 45 Mi­nu­ten we­gen ei­ner Fuß­ver­let­zung durch Enes Mahmu­to­vic er­setzt.

Ma­xi­me Cha­not: Ließ sich in der 22. von sei­nem Ge­gen­spie­ler ver­na­schen. Da­nach fand er zu sei­nem ge­wohn­ten Leis­tung­ver­mö­gen zu­rück, ge­wann vie­le Zwei­kämp­fe und ent­wi­ckel­te sich nach und nach zu ei­nem der bes­ten Lu­xem­bur­ger in Minsk.

Dirk Carl­son: Nach Gelb-Rot 2016 war der Zürcher sicht­lich auf Wie­der­gut­ma­chungs­kurs. Al­ler­dings führ­te dies vor al­lem in der ers­ten Halb­zeit zu meh­re­ren tech­ni­schen Un­sau­ber­kei­ten und Stel­lungs­feh­lern. Auch nach der Pau­se wur­de es nicht deut­lich bes­ser, aber auch nicht schlech­ter.

Da­vid Tur­pel: Stand doch et­was über­ra­schend in der Start­for­ma­ti­on, nach­dem er seit Mit­te Ju­li mit sei­nem Ver­ein F91 17 Par­ti­en be­strit­ten und noch am An­fang der Wo­che mit Mü­dig­keit zu kämp­fen hat­te. Auf der lin­ken Sei­te ver­such­te er, sei­nen Ge­gen­spie­ler früh zu stö­ren. Auf der un­ge­wohn­ten Po­si­ti­on konn­te er je­doch of­fen­siv kei­ne Ak­zen­te set­zen. In der zwei­ten Hälf­te rück­te er in die Sturm­spit­ze, hat­te nur ei­ne klei­ne Chan­ce und wur­de spä­ter aus­ge­wech­selt.

Chris Phil­ipps: Schreck­se­kun­de nach 7', als er von sei­nem Ge­gen­spie­ler nie­der­ge­streckt wur­de. Phil­ipps ließ sich oft zu­rück­fal­len und si­cher­te da­durch den Spiel­auf­bau ab. Al­ler­dings fand er auch nicht die Lü­cken in der geg­ne­ri­schen Ab­wehr­rei­he.

Chris­to­pher Mar­tins: Im de­fen­si­ven und of­fen­si­ven Mit­tel­feld die Schalt­zen­tra­le. Ei­ne gu­te Mi­schung aus Ab­ge­klärt­heit und Ri­si­ko. Je län­ger die Par­tie wur­de, des­to un­prä­zi­ser wur­de der Troyes-Pro­fi. Hat­te in der 76. ei­ne gu­te Chan­ce nach ei­nem Kopf­ball.

Oli­vier Thill: Der Spiel­ma­cher von FK Ufa wur­de auf der rech­ten Sei­te ein­ge­setzt. Ei­ne Po­si­ti­on, die sei­nem Spiel nicht zu­gu­te kommt. Sein Kopf­ball in der 50. war die ers­te Lu­xem­bur­ger Chan­ce. Muss­te kurz da­nach für Ger­son Ro­d­ri­gues Platz ma­chen.

Da­nel Sina­ni: Kam wie in Dü­de­lin­gen als hän­gen­de Spit­ze zum Ein­satz. Tausch­te nach dem Sei­ten­wech­sel mit Tur­pel die Po­si­ti­on und kam fort­an über die lin­ke Sei­te. Auch dort konn­te er sich nicht ent­schei­dend in Sze­ne set­zen.

Au­ré­li­en Joa­chim: Dem Mit­tel­stür­mer merkt man noch im­mer an, dass es ihm an Rhyth­mus fehlt. Wirkt noch im­mer et­was höl­zern. Auch die klei­nen Päs­se miss­lan­gen ihm. Wirk­te in der ers­ten Hälf­te sehr un­glück­lich. Mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er kam die Si­cher­heit zu­rück, die Tor­ge­fahr je­doch nicht.

Enes Mahmu­to­vic: Kam ab der 46. Mi­nu­te für Ke­vin Mal­get in der In­nen­ver­tei­di­gung zum Ein­satz. Ge­wann vie­le Du­el­le und agier­te mit ei­ner gu­ten Por­ti­on Lei­den­schaft.

Ger­son Ro­d­ri­gues: Der She­rif­fPro­fi nahm ab der 57. den Platz von Oli­vier Thill ein. Fand nicht den Raum, den er braucht, um sein Spiel zu ent­fal­ten.

Da­ni­el da Mo­ta: Brach­te sich wie im­mer di­rekt ein, hat­te aber zu we­nig Zeit und Platz, um sei­ne kraft­vol­len An­trit­te ein­zu­set­zen.

Chris­to­pher Mar­tins hat­te in der 76. ei­ne gu­te Kopf­ball-Chan­ce

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