1.600 Ton­nen CO2 we­ni­ger

Neu­es Block­heiz­kraft­werk in Bet­tem­burg /

Tageblatt (Luxembourg) - - Sport-finish - François Besch

Rund 1.600 Ton­nen CO2 we­ni­ger pro Jahr soll das neue Block­heiz­kraft­werk, kurz BHKW, in Bet­tem­burg pro­du­zie­ren als das­je­ni­ge, das zu­vor wäh­rend mehr als 20 Jah­ren Wär­me­en­er­gie für ver­schie­de­ne Ge­bäu­de lie­fer­te. Vor we­ni­gen Ta­gen wur­de das Bau­werk mit der mar­kan­ten holz­ge­tä­fel­ten Fas­sa­de of­fi­zi­ell ein­ge­weiht. Vor et­was mehr als zwei­ein­halb Jah­ren lief der Ver­trag für die al­te BHKW-Zen­tra­le in Bet­tem­burg aus. Seit 1996 ver­sorg­te sie das Pfle­ge­heim „An de Wi­sen“, das „Foy­er Sain­te-Eli­sa­beth“, das „Foy­er Saint-Jo­seph“, zwei Wohn­kom­ple­xe des „Fonds du lo­ge­ment“, ver­schie­de­ne kom­mu­na­le Ge­bäu­de im Zen­trum der Stadt so­wie das in­ter­kom­mu­na­le Schwimm­bad mit um­welt­freund­li­cher Wär­me.

Holz­pel­lets statt Erd­gas

Auf der Su­che nach ei­ner Al­ter­na­ti­ve für die eins­ti­ge, mit Erd­gas be­trie­be­ne An­la­ge ent­schied man sich für den Bau ei­ner neu­en Bio­mas­se-Ener­gie­zen­tra­le, die nicht nur Wär­me, son­dern auch Strom lie­fert. Be­trie­ben wird die neue BHKW-Zen­tra­le mit­tels Holz­pel­lets. Sie be­steht aus zwei Holz­ver­ga­ser-Kraft­wer­ken so­wie zwei Kes­seln. Von der Ge­mein­de Bet­tem­burg heißt es hier­zu: „Bei der Holz­ver­ga­sung wird in ei­nem vor­ge­schal­te­ten Ver­ga­ser aus dem Brenn­stoff Holz­pel­lets un­ter Luft­man­gel ein Syn­the­seSchwach­gas er­zeugt, das an­schlie­ßend in ei­nem Gas­mo­tor ver­brannt wird. Die neu­en BHKW-Mo­du­le ha­ben je­weils 165 kW elek­tri­sche so­wie 260 kW ther­mi­sche Leis­tung und die­nen zur De­ckung der ther­mi­schen Grund­last. Der in der Zen­tra­le pro­du­zier­te Strom wird in das öf­fent­li­che Netz ein­ge­speist. Die bei­den Holz­kes­sel mit ei­ner ther­mi­schen Ge­samt­leis­tung von ca. 1.400 kW lie­fern die Grund­und Mit­tel­last und er­mög­li­chen es, den Ein­satz der Erd­gas­spit­zen­last­kes­sel auf ein Mi­ni­mum zu re­du­zie­ren. So­mit kön­nen ca. 85% der jähr­li­chen Wär­me­en­er­gie durch den er­neu­er­ba­ren Brenn­stoff Holz­pel­lets ge­deckt wer­den. Die Holz­kes­sel sind für ei­ne schad­stoff­ar­me Ver­bren­nung die­ser Holz­pel­lets aus­ge­legt.“

Zur An­la­ge ge­hört auch ein Pel­let­la­ger von rund 220 Ku­bik­me­tern Grö­ße. Ins­ge­samt wur­den in die neue An­la­ge rund 5,6 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert.

Die Fas­sa­de der neu­en Zen­tra­le wur­de mit ei­ner Holz­tä­fe­lung ver­se­hen

Mo­derns­te Tech­nik steckt in der Bio­mas­se-Ener­gie­zen­tra­le

Hat was Fu­tu­ris­ti­sches: der gro­ße Kes­sel ne­ben der Zen­tra­le

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