Auf dem Gleis - ei­ne nicht zu un­ter­schät­zen­de Ge­fahr

Der Zug kann bis zu 140 km/h er­rei­chen und sein Brems­weg bis zu 1,2 km be­tra­gen

Tageblatt (Luxembourg) - - Advertorial -

Ob­wohl der Zug ei­nes der si­chers­ten Ver­kehrs­mit­tel ist, stellt sich her­aus, dass zu vie­le Rei­sen­de of­fen­sicht­li­che Re­geln der Si­cher­heit und des ge­sun­den Men­schen­ver­stan­des über­schrei­ten, wenn sie täg­lich mit dem Zug un­ter­wegs sind. Wie bei fast al­len täg­lich wie­der­hol­ten Tä­tig­kei­ten, wird die Ge­fahr im ge­teil­ten Fuß­gän­ger-, Stra­ßen- und Bahn­ver­kehrs­raum schnell ba­na­li­siert, um schließ­lich igno­riert zu wer­den. Ri­si­ko­ver­hal­ten, wie in et­wa die Schran­ken ei­nes Bahn­über­gangs zu über­schrei­ten oder Schie­nen zu über­que­ren, oder am Rand des Bahn­steigs zu ge­hen, sind un­ver­ant­wort­li­che und nicht vor­bild­li­che Ver­hal­tens­wei­sen, die zum Nach­ah­men ver­lei­ten und Le­ben kos­ten kön­nen.

Ein Zug ist fast ge­räusch­los!

Re­gel­ver­stö­ße pas­sie­ren ins­be­son­de­re zu den Haupt­ver­kehrs­zei­ten. An­statt ein paar Dut­zend Me­ter zu ge­hen, um die Un­ter­füh­rung zu neh­men, wa­gen sich ge­stress­te Per­so­nen, die et­was Zeit ge­win­nen möch­ten, auf die Glei­se. Das kann für die­se Fuß­gän­ger, die sich zu Un­recht au­ßer Ge­fahr glau­ben, ka­ta­stro­pha­le Fol­gen nach sich zie­hen. Sie er­ken­nen die Ge­fahr nicht und sind über­zeugt, den Zug se­hen oder hö­ren zu kön­nen, oder dass er recht­zei­tig zum Ste­hen kom­me.

Ein Brems­weg bis zu 1,2 km

Heut­zu­ta­ge sind die Zü­ge fast ge­räusch­los, be­son­ders bei Ge­gen­wind. Au­ßer­dem ist es schwie­rig, die Ge­schwin­dig­keit ei­nes Zu­ges so­wie sei­nen Brems­weg ein­zu­schät­zen. Der Zug kann bis

Blei­ben Sie nie­mals auf den Glei­sen ei­nes Bahn­über­gangs ste­hen !

zu 140 km/h er­rei­chen und sein Brems­weg bis zu 1,2 km be­tra­gen. Bei die­ser Ge­schwin­dig­keit und mit die­sem Brems­weg ist der Un­fall un­ver­meid­bar.

Ein ris­kan­ter Zeit­ver­treib

Ein an­de­res Phä­no­men sind Te­enager, die auf dem Bahn­steig auf ih­ren Zug war­ten. Um sich die Zeit zu ver­trei­ben, al­bern sie her­um, in­dem sie zum Bei­spiel den Ruck­sack ei­nes Mit­schü­lers auf die Glei­se wer­fen. Völ­lig ver­zwei­felt be­gibt sich letz­te­rer auf das Gleis, um sei­nen Ruck­sack zu­rück­zu­ho­len. Die­se Per­son setzt sich ei­ner töd­li­chen Ge­fahr aus! Ein vor­bei­fah­ren­der Zug, der nicht am Bahn­hof hält, kann ei­ne Ge­schwin­dig­keit von 140 km/h er­rei­chen. Un­ter kei­nen Um­stän­den soll­te das Ri­si­ko ein­ge­gan­gen wer­den, sich auf das Gleis zu be­ge­ben. Die auf den Bahn­stei­gen und in den Bahn­hö­fen an­we­sen­den CFL-Mit­ar­bei­ter sind in die­sem Fall zu in­for­mie­ren.

Die Bahn­über­gän­ge

Die Bahn­über­gän­ge sind Ri­si­ko­be­rei­che, die be­son­ders ge­fähr­lich sind für Au­to­fah­rer und Fuß­gän­ger, die ge­gen die Re­geln der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ver­sto­ßen. In den letz­ten 10 Jah­ren hat sich die CFL ak­tiv an der Sen­si­bi­li­sie­rung der Öf­fent­lich­keit für si­che­res Ver­hal­ten an Bahn­über­gän­gen ein­ge­setzt. Nach An­ga­ben der Eu­ro­päi­schen Ei­sen­bahnagen­tur ERA ge­sche­hen 30% der töd­li­chen Un­fäl­le auf dem eu­ro­päi­schen Schie­nen­netz an Bahn­über­gän­gen, was 1% der töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­le ent­spricht. Die­se Zah­len ver­deut­li­chen die Wich­tig­keit des si­che­ren Ver­hal­tens an Bahn­über­gän­gen. Tat­säch­lich sind 99% der Un­fäl­le an Bahn­über­gän­gen auf die Nicht­ein­hal­tung der Re­geln der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung zu­rück­zu­füh­ren. Es gibt vie­le Grün­de für nicht-kon­for­mes Ver­hal­ten, wie z. B. Zeit­man­gel, Ablen­kung oder Mü­dig­keit. An­de­re Grün­de sind Al­ko­hol- oder Dro­gen­kon­sum.

An­stieg der Vor­fäl­le an Bahn­über­gän­gen

Im Jahr 2017 ver­zeich­ne­te die CFL, im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren, ei­nen An­stieg der Vor­fäl­le. Bei den meis­ten Vor­fäl­len han­delt es sich um Schä­di­gun­gen am Schran­ken­arm, die un­ab­sicht­lich von Au­to­fah­rern ver­ur­sacht wur­den. Im Jahr 2017 gab es 94 Vor­fäl­le und im Jahr 2016 wur­den 69 Vor­fäl­le ge­zählt. Die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung schreibt vor, dass kein Fahr­zeug oder Fuß­gän­ger den Bahn­über­gang über­que­ren darf, wenn die ro­te Am­pel das Schlie­ßen der Schran­ke an­kün­digt. Soll­ten die Schran­ken ge­öff­net sein, darf kein Fahr­zeug auf dem Bahn­über­gang an­hal­ten. Be­son­de­re Vor­sicht gilt bei Stau, da man nur den Bahn­über­gang über­que­ren darf, wenn si­cher­ge­stellt ist, dass man als Au­to­fah­rer kom­plett auf die an­de­re Sei­te hin­über­fah­ren kann.

Ein Fuß­gän­ger, der ei­nen Bahn­über­gang über­quert, ris­kiert ei­ne Geld­stra­fe von bis zu 3.000 Eu­ro. Der Fah­rer, der die ro­ten Am­peln nicht be­ach­tet, ver­liert zwei Punk­te auf sei­nem Füh­rer­schein und muss ei­ne Stra­fe von bis zu 145 Eu­ro zah­len.

Pro­gramm zum Ab­bau von Bahn­über­gän­gen

Die CFL hat ein Pro­gramm zum Ab­bau von Bahn­über­gän­gen er­stellt, weil der si­chers­te Bahn­über­gang je­ner ist, den es nicht mehr gibt. Die­ses Pro­gramm sieht vor, 2 Bahn­über­gän­ge pro Jahr ab­zu­bau­en, was im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich viel ist. Der Bahn­über­gang wird ent­we­der durch den Bau ei­ner Un­ter­füh­rung oder ei­ner Brü­cke oder gar durch Um­lei­tung des Stra­ßen­ver­keh­res er­setzt. Beim Ab­bau ei­nes Bahn­über­gan­ges ent­ste­hen er­heb­li­che Kos­ten und die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen vie­len Ak­teu­ren, wie den Stra­ßen­be­trei­bern, den be­trof­fe­nen Ge­mein­den, den An­woh­nern und den Ver­kehrs­teil­neh­mern ist un­ab­ding­lich. Die­ser Pro­zess kann bis zu 10 Jah­re in An­spruch neh­men. Die meis­te Zeit nimmt zum Bei­spiel die Be­ra­tung oder die Ana­ly­se von Va­ri­an­ten mit al­len Be­tei­lig­ten in An­spruch. Der Teil der Bau­ar­bei­ten der CFL stellt ei­nen Bruch­teil der Ge­samt­zeit dar.

Pro­gramm „10 steps to rail cool“

Seit 2011 leis­tet die Ab­tei­lung „Sé­cu­rité, Sû­re­té et En­vi­ron­ne­ment“der CFL wert­vol­le Sen­si­bi­li­sie­rungs­ar­beit an Schu­len. Wäh­rend ei­ner St­un­de wird in­ter­ak­tiv über ein si­che­res Ver­hal­ten im Gleis­be­reich un­ter­rich­tet. An­fra­gen für die­se Sen­si­bi­li­sie­rungs­kur­se kön­nen per E-Mail an se­cu­ri­te@cfl.lu ge­stellt wer­den.

Die Sen­si­bi­li­sie­rungs­kam­pa­gne star­tet am 15. Ok­to­ber 2018. Fo­tos: CFL

Die Bahn­über­gän­ge sind be­son­ders ge­fähr­lich.

Der Bau ei­ner Un­ter­füh­rung er­mög­licht den Ab­bau die­ses Bahn­über­gan­ges.

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