Nur noch vor Spa­ni­en, Grie­chen­land, Ru­mä­ni­en

KOM­MEN­TAR „Working Poor“in Lu­xem­burg

Tageblatt (Luxembourg) - - Opinion - Ro­bert Schnei­der

Ei­nen Aspekt des un­längst ver­öf­fent­lich­ten Sta­tec-Be­richts zur so­zia­len Ko­hä­si­on in Lu­xem­burg un­ter­such­te die Sala­ri­ats­kam­mer ge­nau­er und pu­bli­zier­te die Schluss­fol­ge­run­gen nun in ei­nem Eco­news. Es geht um Men­schen, die hier­zu­lan­de ei­ner Ar­beit nach­ge­hen (an­ge­stellt oder selbst­stän­dig) und trotz­dem an der Ar­muts­gren­ze le­ben.

Dass sol­che Fäl­le über­haupt exis­tie­ren, ist schon schlimm ge­nug; dass die Quo­te der Be­trof­fe­nen aber seit 2011 steigt, grenzt an ei­nen Skan­dal. Im­mer­hin läuft die Wirt­schaft her­vor­ra­gend, der Staat ist kaum ver­schul­det, die Gel­der für So­zi­al­trans­fers sind reich­lich vor­han­den.

Dass Lu­xem­burg im eu­ro­päi­schen Ver­gleich nur noch Spa­ni­en, Grie­chen­land und Ru­mä­ni­en, al­so Län­der mit gro­ßen fi­nan­zi­el­len und wirt­schaft­li­chen Pro­ble­men, in der ent­spre­chen­den Ta­bel­le hin­ter sich lässt, folg­lich ei­ner der EU-Staa­ten mit den meis­ten „Working Poor“ist, ist nicht hin­nehm­bar und soll­te ei­ne neue Re­gie­rung prio­ri­tär be­schäf­ti­gen.

Vor al­lem, wenn man weiß, dass wäh­rend der Jah­re 2016 und 2017 die An­zahl an ar­bei­ten­den Men­schen, die als arm be­zeich­net wer­den kön­nen, über­durch­schnitt­lich zu­nahm, wird der Hand­lungs­be­darf drin­gen­der ...

rschnei­der@ta­ge­blatt.lu

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