F91, Jun­gels und Ma­jerus

SPORT­LER DES JAH­RES Jun­gels, Ma­jerus, F91 und Topp­möl­ler

Tageblatt (Luxembourg) - - Vorderseite - Von der Awards Night be­rich­ten Lau­rent Nei­ertz, Jenny Zey­en, Christel­le Die­de­rich (Tex­te), Ju­li­en Gar­roy (Fo­tos)

Bob Jun­gels konn­te sich ges­tern bei der Awards Night von sports­press.lu zum ers­ten Mal über den Ti­tel „Sport­ler des Jah­res“freu­en. In den an­de­ren Ka­te­go­ri­en setz­ten sich Chris­ti­ne Ma­jerus (Da­men), Dino Topp­möl­ler (Trai­ner) und der F91 Dü­de­lin­gen (Mann­schaft) durch. Nach­dem die Sport­ler­ga­la des Lu­xem­bur­ger Sport­jour­na­lis­ten­ver­ban­des in den bei­den letz­ten Jah­ren in der Are­na der Co­que aus­ge­tra­gen wur­de, kehr­te die Awards Night 2018 wie­der zu ih­ren Wur­zeln ins Mon­dor­fer Ca­si­no 2000 zu­rück. Nach­dem der mitt­ler­wei­le zu­rück­ge­tre­te­ne Ten­nis­spie­ler Gil­les Mul­ler die letz­ten vier Auf­la­gen für sich ent­schei­den konn­te, konn­te sich in die­sem Jahr Rad­fah­rer Bob Jun­gels zum ers­ten Mal den Ti­tel schnap­pen. Der Quick-Step-Pro­fi konn­te in die­ser Sai­son gleich mit meh­re­ren Top-Re­sul­ta­ten auf sich auf­merk­sam ma­chen. Vor al­lem sein mo­nu­men­ta­ler Sieg beim Früh­jahrs­klas­si­ker Liè­ge-Bas­to­gne-Liè­ge und sein 11. Platz in der Ge­samt­wer­tung bei der Tour de Fran­ce sta­chen da­bei her­aus. An­dy Schleck war 2011 der letz­te männ­li­che Rad­fah­rer, der sich Sport­ler des Jah­res nen­nen durf­te. Zwei­ter wur­de Ku­gel­sto­ßer Bob Ber­te­mes, der die EM in Berlin mit sei­nem na­tio­na­len Re­kord­ver­such über 21 m auf dem sechs­ten Rang ab­schlie­ßen konn­te. Den letz­ten Platz auf dem Po­di­um si­cher­te sich Vol­ley­bal­ler Ka­mil Rychli­cki, der nach ei­ner star­ken Sai­son in Maa­seik (bel­gi­scher Meis­ter und Po­kal­fi­na­list) den Sprung in die ita­lie­ni­sche Top-Li­ga nach Ra­ven­na schaff­te.

Bei den Da­men konn­te sich wie er­war­tet Chris­ti­ne Ma­jerus zum vier­ten Mal in Fol­ge und zum fünf­ten Mal ins­ge­samt als Sport­le­rin des Jah­res krö­nen las­sen. Für die Rad­renn­fah­re­rin von Bo­els-Dol­mans sprang ne­ben den bei­den Er­fol­gen im Mann­schafts­zeit­fah­ren der Cre­scent Var­gar­da (Schwe­den) und He­althy Ageing Tour (Nie­der­lan­den) auch noch der zwei­te Platz im „Time Tri­al“bei der WM in Inns­bruck her­aus. Ten­nis­spie­le­rin Man­dy Mi­nella fei­er­te nach ih­rer Ba­by­pau­se ein star­kes Come­back: Mit ins­ge­samt vier Tur­nier­sie­gen (nur drei flos­sen in die Be­wer­tung mit ein) schnup­pert die Spo­ra-Spie­le­rin wie­der an den Top 100 der Welt. Rang drei ging an Tisch­ten­nis­spie­le­rin Ni Xia Li­an, die mit ih­ren 55 (!) Jah­ren noch im­mer der eu­ro­päi­schen Eli­te an­ge­hört.

Die Fuß­ball-Na­tio­nal­mann­schaft muss­te in die­sem Jahr dem F91 Dü­de­lin­gen den Vor­tritt las­sen. Das Team aus der „For­ge du Sud“schrieb näm­lich Sport­ge­schich­te, in­dem es als al­ler­ers­ter lu­xem­bur­gi­scher Ver­ein in die Grup­pen­pha­se der Eu­ro­pa Le­ague ein­zie­hen konn­te. Der Ge­winn der Bron­ze­me­dail­le von Ni Xia Li­an und Sa­rah de Nut­te bei der Tisch­ten­nis-EM in Ali­can­te war wohl aus­schlag­ge­bend für ei­nen Platz un­ter den drei bes­ten Mann­schaf­ten.

Zum ers­ten Mal in der Ge­schich­te der Sport­ler­ga­la wur­de auch der Trai­ner des Jah­res ge­sucht. Die­se Wahl war fest in der Hand des Fuß­balls. F91-Trai­ner Dino Topp­möl­ler konn­te sich recht deut­lich vor FLF-Na­tio­nal­trai­ner Luc Holtz und Bie­le­feld-Coach Jeff Sai­bene be­haup­ten.

Al­le Ge­win­ner auf ei­nen Blick (Fo­to: Edit­press/Ju­li­en Gar­roy)

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