Sou­ve­rä­ne Hand­ball-Na­tio­nal­mann­schaft

HAND­BALL-EM-VORQUALIFIKATION Trai­ner Ni­ko­la Ma­le­se­vic zieht po­si­ti­ve Bi­lanz

Tageblatt (Luxembourg) - - Vorderseite - Fer­nand Schott

Durch drei deut­li­che Sie­ge ge­gen Ir­land, En­g­land und Bul­ga­ri­en hat die Hand­ball-Na­tio­nal­mann­schaft die EMVor­qua­li­fi­ka­ti­on ge­meis­tert.

Drei kla­re Sie­ge in drei Spie­len und ein Tor­ver­hält­nis von +46 (100:54) – das sagt wohl al­les aus über die Leis­tung, die das FLH-Team in den drei Tur­nier­ta­gen ab­ge­ru­fen hat. Die lu­xem­bur­gi­sche Hand­bal­lNa­tio­nal­mann­schaft ge­winnt die­ses EM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier auf ei­ne be­ein­dru­cken­de Art und Wei­se und zieht so­mit in die zwei­te Pha­se der Eu­ro-Qua­li­fi­ka­ti­on 2022 ein. Wie die­ser Er­folg über­haupt zu­stan­de kam, über­rasch­te. Trai­ner Ni­ko­la Ma­le­se­vic zeig­te sich äu­ßerst zu­frie­den: „Bei die­sen Re­sul­ta­ten fällt die Bi­lanz na­tür­lich po­si­tiv aus. Doch ich war mir be­wusst, dass die Mann­schaft hier­zu fä­hig ist. Wir ha­ben nicht nur die Fa­vo­ri­ten­rol­le be­stä­tigt, son­dern in die­sen drei Ta­gen be­wie­sen, dass wir auch schwie­ri­ge­re Auf­ga­ben be­wäl­ti­gen kön­nen. Wir ha­ben uns in ei­ner über­zeu­gen­den Ma­nier qua­li­fi­zie­ren kön­nen und be­wie­sen, dass die Qua­li­tät des Lu­xem­bur­ger Hand­balls so hoch ist, dass wir in der zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se ge­gen bes­se­re Mann­schaf­ten be­ste­hen kön­nen. War­um soll­ten wir al­so nicht noch ein hö­he­res Ziel an­vi­sie­ren?“

Be­son­ders der Te­am­geist dürf­te dem ver­sier­ten Be­ob­ach­ter ins Au­ge ge­sto­chen sein. Die Ab­wehr stand her­vor­ra­gend, be­son­ders in der ent­schei­den­den Par­tie ge­gen Bul­ga­ri­en war der Zu­sam­men­halt per­fekt, was die Geg­ner aus dem Kon­zept brach­te und ih­nen nur we­nig Frei­raum ließ. Und was vor­bei­kam, war beim aus­ge­zeich­ne­ten Kee­per Chris Au­ger bes­tens auf­ge­ho­ben.

„Ja, wir hat­ten dank un­se­rer Spie­ler, die ganz va­ria­bel agier­ten, mit meh­re­ren Ab­wehr­va­ri­an­ten Er­folg. Ein Team muss nicht nur aus Stars be­ste­hen. Wich­tig ist, dass sich je­der in der Grup­pe wohl­fühlt und man ge­willt ist, zu­sam­men Leis­tun­gen zu brin­gen. Das ist bei die­ser Trup­pe der Fall, da hilft je­der dem an­de­ren. Und das er­mög­licht uns dann aus der Ab­wehr her­aus, un­se­re Stär­ke aus­zu­spie­len und den Ball schnell nach vor­ne zu brin­gen“, so Ma­le­se­vic wei­ter.

Doch auch im po­si­tio­nier­ten An­griff gab es ei­ne schnel­le und si­che­re Ball­zir­ku­la­ti­on, die im­mer wie­der Lö­cher in die geg­ne­ri­sche Ab­wehr riss und so­mit zahl­rei­che Tor­chan­cen er­mög­lich­te. Doch hier sieht der Trai­ner noch viel Luft nach oben: „Um ge­gen stär­ke­re Geg­ner be­ste­hen zu kön­nen, müs­sen wir uns in die­sem Be­reich noch enorm ver­bes­sern. Gu­te An­sät­ze sind da, doch es fehlt noch an den Au­to­ma­tis­men, um uns wirk­lich wei­ter­zu­brin­gen. Hier liegt noch ei­ne Men­ge Ar­beit vor uns, die wir in den kom­men­den Mo­na­ten an­ge­hen müs­sen. Ich kann nur hof­fen, dass mir der Ver­band ge­nü­gend Zeit lässt, um die­se Auf­ga­be zu meis­tern, denn oh­ne Ar­beit gibt es kei­ne Ver­bes­se­rung.“

Wo er recht hat, hat er recht – denn man hat ge­se­hen, dass die har­te und in­ten­si­ve Vor­be­rei­tung auf die­ses Tur­nier in den letz­ten Wo­chen sei­ne Früch­te ge­tra­gen hat. Die­se Mann­schaft hat trotz der ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fäl­le von Yan­nick Bar­di­na und Lé Biel als Ein­heit über­zeugt. Spie­ler wie Mar­tin Mul­ler oder Tom Meis müs­sen in Zu­kunft Gas ge­ben, wenn sie ih­ren Platz in die­ser Mann­schaft zu­rück­er­obern wol­len.

Ab­klat­schen und wei­ter: Das FLH-Team um Trai­ner Ni­ko­la Ma­le­se­vic hat sein Ziel er­reicht (Foto: Mar­cel Ni­ckels)

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