Die Hoff­nung stirbt zu­letzt

MEIS­TER­SCHAFT Mu­sel Pi­kes - Ra­c­ing 66:53 (37:22)

Tageblatt (Luxembourg) - - Basketball - Pier­rot Felt­gen

Die Mu­sel Pi­kes ste­hen mit dem Rü­cken zur Wand und müs­sen ih­ren di­rek­ten Kon­kur­ren­ten Bar­trin­gen noch über­flü­geln. Da­zu war ein Er­folg ge­gen den Ra­c­ing Pflicht. Ein ers­tes Soll ist er­füllt, aber der Heim­sieg war al­les an­de­re als ein Selbst­läu­fer. Die Par­tie in Stadt­bre­di­mus war nichts für Fein­schme­cker. Es stand wohl zu viel auf dem Spiel für die Mo­sela­ner. Aber auch die Gäs­te woll­ten im Hin­blick auf ei­ne gu­te Po­si­tio­nie­rung für die Play-off-Be­geg­nun­gen kei­ne Punk­te ver­schen­ken. Bei­de Ver­tei­di­gungs­rei­hen lie­ßen nicht viel zu, so­dass nach 7' ein be­schei­de­nes 10:12-Zwi­schen­re­sul­tat zu Bu­che stand. Dar­auf­hin leg­ten die Mu­sel Pi­kes den He­bel um.

Es folg­te ein Lauf, wie man ihn sel­ten er­lebt. Den Haus­her­ren glück­te ein­fach al­les und der Ra­c­ing wur­de zum ein­fa­chen Sta­tis­ten de­gra­diert. Den Gäs­ten, bei de­nen Mor­ton nicht sei­nen ge­wohn­ten Ein­fluss auf das Spiel hat­te, ge­lang wäh­rend lan­ger 8' rein gar nichts. So kas­sier­ten sie ein kras­ses 21:0 (!) und la­gen früh­zei­tig mit 22 Zäh­lern im Hin­ter­tref­fen.

Bis zur Pau­se konn­te der Ra­c­ing dank ei­nes 10:0-Zwi­schen­spurts das De­fi­zit im­mer­hin auf 15 Punk­te ver­rin­gern. „Das darf nicht so pas­sie­ren“, wet­ter­te Laurent Schwartz nach dem Spiel. „Dies half dem Ra­c­ing zu­rück in die Par­tie. Den Be­ginn der zwei­ten Hälf­te ha­ben wir dann to­tal ver­schla­fen.“Der Ra­c­ing zeig­te fort­an ei­ne po­si­ti­ve­re Kör­per­spra­che und er­ziel­te mit ei­nem 17:4-Lauf fast den Aus­gleich (41:39). „Basketball ist eben ein Spiel der Läu­fe. Je­ne vom Geg­ner muss man schnellst­mög­lich un­ter­bre­chen“, so ein ge­las­se­ner lo­ka­ler Coach. „Mich är­gert nur, wie wir aus der Pau­se her­aus­ge­kom­men sind. Das darf nicht pas­sie­ren. Ich hat­te vor die­ser Re­ak­ti­on ge­warnt.“

Die Mu­sel Pi­kes hat­ten ih­ren Fa­den kom­plett ver­lo­ren und auf ein­mal war die Par­tie of­fe­ner denn je. „Wir ha­ben nicht auf­ge­ge­ben und ei­nen in­tel­li­gen­ten Q (Quin­te­ri­an McCon­ni­co) ein­ge­setzt“, so Schwartz. „Über die gan­ze Sai­son hat­ten wir ein Pro­blem, was die Kon­stanz an­be­langt. Wir müs­sen un­se­re schlech­ten Pha­sen ein­fach li­mi­tie­ren.“

Die Mu­sel Pi­kes do­mi­nier­ten wie­der im letz­ten Vier­tel. Nach Mor­tons Fou­laus wirk­te der Ra­c­ing kopf­los und re­agier­te erst in der Schluss­pha­se, dies mit zwei Drei­ern. Chris­to­phe Lau­res hat­te ei­ne Er­klä­rung für den spä­ten Ak­ti­vis­mus und das plötz­li­che Pres­sing: „Wir ha­ben das Hin­spiel mit elf Punk­ten Un­ter­schied ge­won­nen und wuss­ten nicht, ob der di­rek­te Ver­gleich aus der Qua­li­fi­ka­ti­on nach Ab­schluss der Zwi­schen­run­de zählt. Wir be­fin­den uns si­cher im Play-off und be­rei­ten uns auf das Vier­tel­fi­na­le vor. Nichts­des­to­trotz woll­ten wir heu­te ge­win­nen.“

Der Ret­tungs­schirm der Mu­sel Pi­kes ist wei­ter ge­öff­net. Ste­phan Völ­kel und sein Team ken­nen die Vor­ga­ben: „Wir kön­nen nichts kon­trol­lie­ren. Wir ha­ben zwei wei­te­re End­spie­le und müs­sen die­se ge­win­nen. Erst da­nach schau­en wir in Rich­tung Bar­trin­gen.“Schwartz und Co. glau­ben wei­ter an die Mis­si­on Play­off und kon­zen­trie­ren sich jetzt auf Fels und St­ein­sel.

Die Mu­sel Pi­kes ha­ben nun zwei rich­tungs­wei­sen­de Spie­le vor der Brust

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