Ab­schied vom klei­nen Cal­vin

WILTZ Ge­denk­ze­re­mo­nie nach Amok­fahrt

Tageblatt (Luxembourg) - - Sport-Finish -

Kin­dern. Or­ga­ni­siert wur­de die Trau­er­fei­er von Jas­mi­ne Mul­ler.

Die Frau aus Wiltz stand in kei­nem be­son­de­ren Ver­hält­nis zur Fa­mi­lie des ver­stor­be­nen Jun­gen. Sie fühl­te sich al­ler­dings von der Tat der­ma­ßen be­trof­fen, dass sie Men­schen zu ei­ner Ab­schieds­ze­re­mo­nie am Un­fall­ort ver­sam­mel­te. Dort wur­de ein Holz­kreuz auf­ge­stellt, un­ter den Trau­ern­de Blu­men und Plüsch­tie­re le­gen konn­ten. Mul­ler trug auch ein selbst ver­fass­tes Ge­dicht vor. Dar­in er­zählt sie, wie ur­plötz­lich das jun­ge, glück­li­che Le­ben von Cal­vin mit ei­nem Schlag en­de­te – und sprach der Mut­ter des Kin­des ihr Mit­ge­fühl aus. Auch der Wilt­zer Dechant Mar­tin Mo­li­tor er­griff das Wort und gab be­kannt, dass der Jun­ge im Kreis der Fa­mi­lie be­stat­tet wur­de und die Mut­ter, so­bald sie sich ei­ni­ger­ma­ßen er­holt hat, ei­ne grö­ße­re Ab­schieds­fei­er hal­ten möch­te.

Am 2. Ja­nu­ar war ein 47-jäh­ri­ger Fa­mi­li­en­va­ter mit sei­nem Au­to ab­sicht­lich in ei­ne Men­schen­grup­pe ge­fah­ren. Die fünf Per­so­nen spa­zier­ten in der Nä­he des Kran­ken­hau­ses über den Bür­ger­steig. Un­ter ih­nen be­fan­den sich die ehe­ma­li­ge Le­bens­part­ne­rin des Tä­ters und der ge­mein­sa­me Sohn. Letz­te­rer er­lag am Un­fall­ort sei­nen Ver­let­zun­gen, die üb­ri­gen Op­fer wur­den ins Kran­ken­haus ge­bracht. Der Amok­fah­rer be­fin­det sich der­zeit in Un­ter­su­chungs­haft, ge­gen ihn wird we­gen Mor­des, Tot­schlags, ver­such­ten Mor­des und ver­such­ten Tot­schlags er­mit­telt.

Et­wa 100 Men­schen ha­ben am Sams­tag des ver­stor­be­nen Jun­gen ge­dacht (Foto: Edit­press/Ta­nia Fel­ler)

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