Stich­tag steht an

Nicht­re­si­den­ten­steu­er wird En­de des Jah­res fäl­lig – Mo­de­lo 210 rich­tig aus­fül­len

Costa Blanca Nachrichten - - Erste Seite -

Ali­can­te – tl. Je­der nicht dau­er­haft in Spa­ni­en le­ben­de Im­mo­bi­li­en­be­sit­zer hat al­le Jah­re den 31. De­zem­ber vor Au­gen. Bis zu die­sem Da­tum ist die so­ge­nann­te Nicht­re­si­den­ten­steu­er ab­zu­füh­ren. Da­zu ist ein Steu­er­for­mu­lar aus­zu­fül­len, das Mo­de­lo 210.

Steu­er­be­ra­te­rin Kers­tin Bu­mil­ler aus Tor­re­vie­ja weist mit Nach­druck auf ei­ne we­sent­li­che Ei­gen­heit bei der Nicht­re­si­den­ten­steu­er hin: Sie ist ei­ne Bring­schuld. „ Es gibt in der Re­gel kei­ne Post vom Fi­nanz­amt mit dem Hin­weis auf die­se Steu­er“, sagt die Ex­per­tin. Die Nicht­ab­ga­be wer­de be­straft. In die­sem Jahr ist die Nicht­re­si­den­ten­steu­er für das Ver­an­la­gungs­jahr 2017 fäl­lig.

Seit ge­rau­mer Zeit ist das Steu­er­for­mu­lar Mo­de­lo 210 nur noch im In­ter­net aus­zu­fül­len. Hier hat es zu­letzt Än­de­run­gen bei der Kal­ku­la­ti­on der Steu­er ge­ge­ben. Vor dem Ver­an­la­gungs­jahr 2015 galt: So­fern die letz­te Neu­be­wer­tung der Ka­tas­ter­wer­te nach dem 1. Ja­nu­ar 1994 er­folg­te, war der Ka­tas­ter­wert mit 1,1 Pro­zent zu mul­ti­pli­zie­ren. An­sons­ten mit 2,0 Pro­zent.

Ab dem Ver­an­la­gungs­jahr gilt die­se Be­rech­nung der Nicht­re­si­den­ten­steu­er nicht mehr. Der Ge­setz­ge­ber führ­te fol­gen­de Än­de­rung ein: Mit 1,1 Pro­zent darf der Ka­tas­ter­wert der Im­mo­bi­lie nur dann mul­ti­pli­ziert wer­den, wenn in der be­tref­fen­den Stadt oder Ge­mein­de in­ner­halb der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re in Be­zug auf das Ver­an­la­gungs­jahr ei­ne Ka­tas­ter-Re­vi­si­on er­folgt ist.

Ter­min der letz­ten Re­vi­si­on

Für das Ver­an­la­gungs­jahr 2016 war dem­nach das Jahr 2006 maß­ge­bend. Für das jetzt fäl­li­ge Ver­an­la­gungs­jahr 2017 ist nun 2007 die Gren­ze, ab der noch 1,1 Pro­zent gel­ten. In al­len Fäl­len, in de­nen Ka­tas­ter­wert-Re­vi­si­on län­ger als zehn Jah­re zu­rück­liegt, ist mit dem Fak­tor 2,0 zu mul­ti­pli­zie­ren.

Wie ist das Da­tum der zu­rück­lie­gen­den Re­vi­si­on zu er­fah­ren?

Das letz­te Jahr der Re­vi­si­on fin­det sich häu­fig auf dem Be­leg für die Grund­steu­er (IBI)“, weiß Bu­mil­ler. Man kann aber auch die Web­sei­te des Ka­tas­ter­amts zu Ra­te zie­hen:

http://www.ca­ta­s­tro.meh.es/esp/ po­nen­ci­a_va­lo­res.asp

Drop­down-Me­nü „ Pro­vin­cia“: Hier die Pro­vinz ein­ge­ben.

Ein­ga­be­feld „ Mu­ni­ci­pio“: Die Ge­mein­de ein­ge­ben, in der die Im­mo­bi­lie steht. Auf die kor­rek­te Schreib­wei­se ach­ten. Al­ter­na­tiv kann man den Ort frei­las­sen, nach dem Klick auf „ Con­sul­tar“wer­den dann al­le Or­te der Pro­vinz an­ge­zeigt.

Un­ter „ Año efec­to“steht das Jahr der letz­ten Re­vi­si­on.

Än­de­run­gen hat es zu­letzt auch beim an­zu­wen­den­den Steu­er­satz ge­ge­ben. Lag in den Ver­an­la­gungs­jah­ren 2011 bis 2014 der Steu­er­satz bei 24 be­zie­hungs­wei­se 24,75 Pro­zent, gal­ten ab 2015 neue Wer­te. Für EU-Bür­ger, Is­län­der und Nor­we­ger be­trug der Steu­er­satz 19,5 Pro­zent, für al­le üb­ri­gen (al­so auch für Schwei­zer) wa­ren es 24 Pro­zent.

Ab dem Ver­an­la­gungs­jahr 2016 er­gab sich ei­ne wei­te­re Än­de­rung: Der Steu­er­satz für EUBür­ger, Is­län­der und Nor­we­ger wur­de re­du­ziert auf 19 Pro­zent, für al­le an­de­ren blieb es aber bei 24 Pro­zent.

Fo­to: Án­gel Gar­cía

Wer in Spa­ni­en ei­ne Im­mo­bi­lie be­sitzt, aber nicht dau­er­haft hier wohnt, muss die Nicht­re­si­den­ten­steu­er ab­füh­ren.

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