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Der Deut­sche Joa­chim Adlfin­ger ist ers­ter Ho­no­rar­kon­sul von We­st­arc­tica in Spa­ni­en

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Joa­chim Adlfin­ger aus Ner­ja ist ers­ter Ho­no­rar­kon­sul von We­st­arc­tica in Spa­ni­en

Ner­ja – mit. Der Deut­sche Joa­chim Adlfin­ger ist ers­ter Ho­no­rar­kon­sul von We­st­arc­tica in Spa­ni­en – dem west­li­chen Teil der Ant­ark­tis, der von kei­nem Land be­an­sprucht wur­de und des­halb 2001 vom ehe­ma­li­gen US-Sol­da­ten Tra­vis McHen­ry zu ei­ner Mi­kro­na­ti­on er­klärt wur­de. Der Sou­ve­rä­ni­täts­sta­tus wur­de zwar bis­lang von der in­ter­na­tio­na­len Staa­ten­ge­mein­schaft nicht an­er­kannt. Aber We­st­arc­tica setzt sich trotz­dem als Ver­tre­ter und An­walt der west­li­chen Ant­ark­tis ein.

Für den Um­welt­schutz

Ziel von We­st­arc­tica ist es, im Ein­klang mit der Na­tur zu le­ben und die­se zu schüt­zen. Des­halb un­ter­stützt das Pro­jekt die Ver­hän­gung har­ter Stra­fen ge­gen Fir­men, Staa­ten und Ein­zel­per­so­nen, die die Öko­sys­te­me der Er­de durch vor­sätz­li­che oder fahr­läs­si­ge Hand­lun­gen zer­stö­ren.

Des Wei­te­ren kämpft We­st­arc­tica für den Er­halt des Eis­schilds. Mit Brief­kam­pa­gnen wer­den Re­gie­run­gen und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf die gra­vie­ren­de Si­tua­ti­on des Eis­schmel­zens an den Po­len auf­merk­sam ge­macht.

Durch ei­nen Be­kann­ten kam Joa­chim Adlfin­ger mit dem um­welt­be­wuss­ten McHen­ry in Kon­takt. „Da ich öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Elek­tro­fahr­zeu­ge her­stel­le und mich selbst auch sehr für den Um­welt­schutz ein­set­ze, fand ich die Idee mit We­st­arc­tica ein­fach toll“, er­klär­te Joa­chim Adlfin­ger ge­gen­über der CSN. In den fol­gen­den Wo­chen kam zu ei­nem re­gen In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen McHen­ry und Adlfin­ger, was letzt­lich da­zu führ­te, dass der 51-jäh­ri­ge Deut­sche zum ers­ten Ho­no­rar­kon­sul We­st­arc­ticas in Spa­ni­en er­nannt wur­de. Die Mi­kro­na­ti­on mit be­reits über 5.000 Un­ter­stüt­zern, den so­ge­nann­ten Be­woh­nern, hat ei­nen Ge­schäfts­füh­rer, ei­nen Tech­no­lo­gie-, Block­chain- und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter.

„Na­tür­lich lebt nie­mand in We­st­arc­tica, weil es dort viel zu kalt ist. Aber die Idee ist, die­ses ex­trem emp­find­li­che Öko­sys­tem zu schüt­zen. Denn ein Scha­den hat Aus­wir­kun­gen auf die ge­sam­te Welt“, so Adlfin­ger.

In die­ser Wo­che hat sich Adlfin­ger in Deutsch­land mit an­de­ren Funk­tio­nä­ren We­st­arc­tias ge­trof­fen, um die Zie­le und neue Plä­ne zu dis­ku­tie­ren.

Je­der kann Mit­glied wer­den

Je­der kann Mit­glied von We­st­arc­tica wer­den. Die Mi­kro­na­ti­on ver­teilt je nach Mit­glieds­sta­tus ver­schie­de­ne Ti­tel. Der ein­fachs­te Weg, Mit­glied zu wer­den, ist über die Bür­ger­schaft. Dar­in be­steht kei­ne fi­nan­zi­el­le Bin­dung, je­doch wer­den die Bür­ger ein­mal vier­tel­jähr­lich über ei­nen News­let­ter auf dem Lau­fen­den ge­hal­ten.

In­fos: <www.we­st­arc­tica.in­fo>.

Fo­to: Joa­chim Adlfin­ger

Beim Tref­fen in Deutsch­land: Adlfin­ger (l.) und McHen­ry (M.) ne­ben an­de­ren Funk­tio­nä­ren We­st­arc­ticas.

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