Tra­gö­die im Mit­tel­meer

Min­des­tens vier Afri­ka­ner vor Bar­ba­te er­trun­ken

Costa del Sol Nachrichten - - Andalusien -

Cá­diz – jan. Vor der Küs­te von Cá­diz sind am frü­hen Mon­tag­mor­gen vier afri­ka­ni­sche Mi­gran­ten er­trun­ken, wäh­rend 17 Per­so­nen noch ver­misst wer­den. 22 wei­te­re In­sas­sen ei­nes ha­va­rier­ten Flücht­lings­boo­tes konn­ten sich ret­ten. 13 der Über­le­ben­den ga­ben an, noch nicht voll­jäh­rig zu sein.

Nach zwei­tä­gi­ger Über­fahrt be­fand sich das Boot nur noch we­ni­ge hun­dert Me­ter vor dem Küs­ten­ort Bar­ba­te, als es bei auf­ge­brach­ter See von den Wel­len auf ein Fel­sen­riff ge­trie­ben wur­de, wo es letzt­lich ken­ter­te. Ein Er­trun­ke­ner wur­de an den Strand ge­spült, wäh­rend die drei üb­ri­gen To­des­op­fer von der Küs­ten­wa­che aus dem Was­ser ge­holt wur­den.

Nur vier Tage zu­vor hat­te sich die Ent­de­ckung des ers­ten vor An­da­lu­si­en er­trun­ke­nen Boots­flücht­lings – ein jun­ger Ma­rok­ka­ner, der an ei­nem Strand von Ta­rifa (Cá­diz) ge­fun­den wur­de – be­reits zum 30. Mal ge­jährt. Seit­her ha­ben fast 6.800 Afri­ka­ner beim Ver­such, über das Meer nach Spa­ni­en zu ge­lan­gen, ihr Le­ben ver­lo­ren.

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