Rech­te Proud Boys fei­ern Trumps Aus­sa­ge

CLEVE­LAND. In der ers­ten TV- De­bat­te sprach Do­nald Trump ex­pli­zit von ih­nen: Die rechts­ra­di­ka­len Proud Boys ju­beln des­we­gen.

20 Minuten - Bern - - Ausland -

«Wen soll ich ver­ur­tei­len?», er­wi­der­te Trump, als Mo­de­ra­tor Chris Wal­lace ihn frag­te, ob er rechts­ex­tre­me Grup­pen ver­ur­tei­le und ob er sie auf­for­dern wür­de, nicht zur Ge­walt in Städ­ten bei­zu­tra­gen. Und als Wal­lace nach­hak­te, nann­te Her­aus­for­de­rer Joe Bi­den die Proud Boys als Bei­spiel. Der Prä­si­dent nahm dies auf: «Proud Boys – hal­tet euch zu­rück und hal­tet euch be­reit.»

Doch wer sind die­se Proud Boys? Das FBI stuf­te sie 2018 als «ex­tre­mis­ti­sche Grup­pe» ein. Die Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on ADL glie­dert sie als un­kon­ven­tio­nel­le Strö­mung im rech­ten ame­ri­ka­ni­schen Ex­tre­mis­mus ein. Sie könn­ten als ge­walt­tä­tig, na­tio­na­lis­tisch und is­la­mo­phob be­schrie­ben wer­den. Es sei be­kannt, dass Mit­glie­der ge­walt­tä­ti­ge Tak­ti­ken an­wen­de­ten, meh­re­re Mit­glie­der sei­en we­gen Ge­walt­ver­bre­chen ver­ur­teilt wor­den. Ih­re Grün­dung er­folg­te im Vor­feld der US-Wahl 2016, seit­her un­ter­stützt die Grup­pe Trump be­din­gungs­los.

An­hän­ger der Proud Boys fei­ern Trumps Kom­men­tar als «his­to­risch». Und im In­ter­net hät­ten Mit­glie­der Trumps Aus­sa­ge als still­schwei­gen­de Bil­li­gung ih­rer ge­walt­tä­ti­gen Tak­ti­ken ge­wer­tet, so ei­ne Zei­tung. Aus­ser­dem hiess es, die Grup­pe se­he be­reits ei­ne Zu­nah­me der Zahl «neu­er Re­kru­ten». Auch die Mer­chan­di­se-Ver­kaufs­ma­schi­ne­rie wur­de kurz dar­auf an­ge­wor­fen: Tas­sen, T-Shirts, Hoo­dies und selbst Ba­by­s­tramp­ler wur­den mit Trumps Aus­sa­ge be­druckt.

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