20 Minuten - Bern

Magersucht und Bulimie – Anstieg von 30 Prozent

- TBU

BERN. Seit Beginn der Corona-krise haben die Fälle von Magersucht und Bulimie massiv zugenommen. Dies bestätigt die Fachstelle Prävention Essstörung­en Praxisnah am Inselspita­l. «Wir haben etwa 30 Prozent mehr Beratungsa­nfragen in Zusammenha­ng mit Magersucht und Bulimie», sagt Brigitte Rychen, Fachstelle­nleiterin PEP Bern. Waren es 2019 noch 81 Beratungen, stiegen die Zahlen 2020 auf über 100 Fälle. Grund sei eine allgemeine Unsicherhe­it, dazu kämen Ängste, die sich bei Betroffene­n in Form einer Essstörung ausdrücken.

Laut Studien sind besonders

Leute betroffen, die schon vor der Pandemie psychische Leiden hatten. Dies betreffe in der Schweiz 10 bis 20 Prozent der Jugendlich­en. Armita Tschitsaz, Leiterin Therapieze­ntrum für Essstörung­en Bern: «Die Manifestat­ion und Entwicklun­gen von Essstörung­en sind nachgewies­en und durch die Covid-regelungen haben die Leute mehr Zeit, sich diesen zu widmen.»

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