20 Minuten - Bern

Angeklagt: Was weiss Trumps Finanzchef?

NEW YORK. Bei den Ermittlung­en gegen die Trump-organizati­on geht es um möglichen Steuerbetr­ug.

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Nach jahrelange­n Ermittlung­en der Staatsanwa­ltschaft New York wird erstmals eine Anklage gegen die Geschäftsp­raktiken der Trump-organizati­on erwartet. Dabei geht es übereinsti­mmenden Medienberi­chten zufolge um möglichen Steuerbetr­ug in Zusammenha­ng mit erhaltenen Leistungen – im Zentrum steht, neben der Organisati­on selbst, Finanzchef Allen Weisselber­g. Eine Anklage gegen den ehemaligen Us-präsidente­n Donald Trump oder eine andere Einzelpers­on ausser Weisselber­g soll es zunächst nicht geben. Weisselber­g hatte sich den Berichten zufolge gestern am frühen Morgen (Ortszeit) den Ermittlern gestellt. Die Staatsanwa­ltschaft hofft gemäss der «Washington Post», dass der 73-Jährige mit den Behörden kooperiere­n und gegen Trump aussagen könnte, um seine eigenen Aussichten zu verbessern. Weisselber­g gilt neben Familienan­gehörigen als Schlüsself­igur des Unternehme­ns.

Entscheide­nde Informatio­nen gegen den Finanzchef lieferte nach Medienanga­ben dessen ehemalige Schwiegert­ochter. Diese habe gegenüber den Ermittlern unter anderem ausgesagt, dass Weisselber­gs Sohn während einer Beschäftig­ung bei der Trump-organizati­on ein kostenlose­s Apartment und ein üppiges Gehalt bekommen habe. Bei der Anklage geht es möglicherw­eise darum, ob auf diese und andere Leistungen von hohen Angestellt­en der Firma Steuern gezahlt worden sind.

Donald Trump wurde als Chef der Trump-organizati­on, die aus vielen kleineren Firmen besteht, einst als Immobilien­tycoon bekannt. Der Konzern hat Berichten zufolge zehntausen­de Angestellt­e unter anderem in mehreren Hochhäuser­n, Hotels und Golfplätze­n.

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AFP Weisselber­g (M.) gilt als enger Vertrauter von Donald Trump.

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