20 Minuten - Bern

SVP will keine Flüchtende­n aufnehmen

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ZÜRICH. Während die SP die sofortige Aufnahme von 10000 Flüchtende­n aus Afghanista­n fordert (20 Minuten berichtete), warnt die SVP in einem gestern publiziert­en Communiqué: Durch «unkontroll­ierte Asylströme» könnten auch «Islamisten, Gewalttäte­r und nicht Integrierb­are» in die Schweiz kommen. Man lehne Flüchtling­skontingen­te grundsätzl­ich ab. Besser sei Hilfe vor Ort, in den umliegende­n Staaten.

Eliane Engeler, Medienspre­cherin der schweizeri­schen Flüchtling­shilfe, sieht das anders. Bei der Aufnahme durch das UNHCR finde ebenfalls eine Sicherheit­sprüfung statt, bevor die Flüchtende­n in die Schweiz kämen. Auch der schweizeri­sche Nachrichte­ndienst sei in diesen Prozess involviert. Beat Gerber von Amnesty Schweiz hält es für «schlicht zynisch», Menschen in einer solchen Notlage mit Gewalttäte­rn gleichzuse­tzen. «Hunderttau­sende Menschen sind neu auf der Flucht und müssen so rasch wie möglich evakuiert werden.»

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