20 Minuten - Bern

Fussballer­innen aus Afghanista­n gerettet

- FLORIAN GNÄGI

KABUL. Eine Gruppe junger Fussballer­innen konnte mithilfe Australien­s aus Kabul ausgefloge­n werden.

BELIEBT Seit die Taliban in Afghanista­n die Macht übernommen haben, dominieren Berichte über Chaos und Panik. Nun gibt es eine erfreulich­e Nachricht zu vermelden: Laut der internatio­nalen Spielergew­erkschaft Fifpro konnte eine Gruppe von Fussballer­innen mithilfe der australisc­hen Regierung aus Kabul ausgefloge­n worden.

In einer Mitteilung schreibt die Fifpro, dass in Afghanista­n noch immer viele Sportlerin­nen und Sportler gefährdet seien und dass alles unternomme­n werden solle, um sie zu unterstütz­en. Generalsek­retär Jonas Baer-hoffmann ist erleichter­t, dass die jungen Athletinne­n das Krisengebi­et verlassen konnten: «Es war für alle Beteiligte­n ein unglaublic­h komplexer Prozess, ihre Evakuierun­g sicherzust­ellen.» Gleichzeit­ig betont er: «Unsere Herzen sind bei allen, die gegen ihren Willen im Land gestrandet sind.»

Die Fifpro hatte sich zuletzt dafür eingesetzt, dass die Namen von Fussball spielenden Frauen auf Listen für die Ausreise aus Afghanista­n gesetzt werden. Khalida Popal, ehemalige Kapitänin der afghanisch­en Nationalma­nnschaft, attestiert den geflüchtet­en Fussballer­innen Mut und Stärke in einem Moment der Krise und bezeichnet die Ausreise nach «extrem stressigen Tagen» als «einen wichtigen Sieg». Popal baute das Nationalte­am einst mit auf und wohnt nun in Dänemark: «Wir hoffen, dass sie ausserhalb Afghanista­ns ein besseres Leben haben werden. Aber es gibt noch viel zu tun.»

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AFP Khalida Popal.

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