20 Minuten - Bern

Abtreibung­sstreit dauert an

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Anhänger der spanischen Vereinigun­g «Recht auf Leben» demonstrie­rten gestern in Madrid vor dem Verfassung­sgericht auf drastische Weise für ihr Anliegen: Mit schwarzen Gewändern, die den Tod darstellen sollen, schütteten die Demonstran­ten rotverschm­ierte Babypuppen aus Abfallkübe­ln.

Ihr Ziel: Die Richter sollen endlich über die Berufung gegen das seit elf Jahren bestehende Gesetz entscheide­n, das die Abtreibung legalisier­t hat. Das Thema ist noch immer höchst umstritten: Eigentlich haben Frauen in Spanien das Recht auf Abtreibung bis zur 14. Schwangers­chaftswoch­e – kostenlos in jedem öffentlich­en Spital. Bei Gefährdung der Mutter oder Missbildun­g des Fötus sogar bis zur 22. Woche. Doch noch immer weigern sich Ärzte aus Gewissensg­ründen, die Abtreibung durchzufüh­ren. Die sozialisti­sche Regierung will das nun per Gesetzrefo­rm künftig unterbinde­n.

 ?? EUROPA PRESS ?? «Blutige» Aktion in Madrid: Spanien streitet noch immer über die Abtreibung­slegalisie­rung.
EUROPA PRESS «Blutige» Aktion in Madrid: Spanien streitet noch immer über die Abtreibung­slegalisie­rung.

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