20 Minuten - Bern

20 Minuten wehrt sich gegen Attacken

ZÜRICH. 20-Minuten-journalist­en erhalten zunehmend Hassund Drohmails oder werden gar tätlich angegriffe­n. Nun setzt sich 20 Minuten juristisch zur Wehr.

- ANJA ZINGG/TAREK EL SAYED

«Ihr werdet an einem üblen Tod verenden. Ihr habt es verdient!», «Würde ich bei 20 Minuten arbeiten, hätte ich Angst um mein Leben.», «Passen Sie auf, wohin Sie gehen. Wir kennen Sie.» – solche Mails landen zunehmend in der Inbox von 20Minutenj­ournalisti­nnen und Journalist­en. Bilder und Namen von Redaktoren werden auf einschlägi­gen Telegramka­nälen geteilt mit dem Aufruf, sich diese Leute zu merken.

Auch während der Berichters­tattung an Demonstrat­ionen oder Grossveran­staltungen werden Medienscha­ffende angepöbelt, mit Flaschen beworfen oder sogar tätlich angegriffe­n. Ein 20Minutenm­itarbeiter, der anonym bleiben möchte, erzählt von einem Erlebnis Anfang September: «Wir berichtete­n gerade von einer Demonstrat­ion gegen Coronamass­nahmen, als mir ein Mann Mitte vierzig plötzlich einen Schlag gegen den Nacken verpasste.» Solche verbalen und physischen Angriffe bleiben nicht ohne Folgen. «Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute sehen gar keinen Menschen mehr in mir», sagt eine Redaktorin. In einem Video, das heute publiziert wird, berichten die betroffene­n Journalist­en davon, wie sie mit solchen Erlebnisse­n umgehen. 20 MinutenChe­fredaktor Gaudenz Looser sagt: «Wer Journalist­innen oder Journalist­en angreift, beschimpft oder gar verletzt, greift nicht nur einen Menschen an, sondern auch unsere Demokratie und unser Zusammenle­ben.» Deshalb verfolge 20 Minuten Täterinnen und Täter konsequent mit einer Strafanzei­ge.

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 ?? ?? Mitarbeite­rinnen und Chefredakt­or Gaudenz Looser. Den Videobeitr­ag dazu gibts auf 20minuten.ch
Mitarbeite­rinnen und Chefredakt­or Gaudenz Looser. Den Videobeitr­ag dazu gibts auf 20minuten.ch

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