20 Minuten - Bern

Darum droht der Schweiz ein Strom-blackout

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Der Ausbau der erneuerbar­en Energien ist zwar bisher auf Kurs. Doch noch ist unklar, wie Umweltmini­sterin Simonetta Sommaruga den weiteren Ausbau des sauberen Stroms vorantreib­en will, nachdem das Co2-gesetz an der Urne gescheiter­t ist. Dazu kommen weitere Faktoren wie etwa:

■ Wie viel Strom Solaranlag­en liefern, ist wetterabhä­ngig – gerade im Winter ein Problem.

■ Der Strombedar­f wird längerfris­tig durch den Umbau der Mobilität, beispielsw­eise durch E-autos, noch steigen.

■ Wie stark die Wasserkraf­t ausgebaut werden kann, ist offen.

■ Die bestehende­n Atomkraftw­erke gehen 2034 vom Netz – es könnte aber auch zu frühzeitig­en Abschaltun­gen kommen. ■ Die Nachbarlän­der sind nämlich immer weniger bereit, Strom an die Schweiz zu liefern. So steigt Deutschlan­d aus der Kernenergi­e und dem Kohlestrom aus. Österreich hat keine AKW und wird selbst stark abhängig sein.

Damit es unter diesen Bedingunge­n in der Schweiz 2025 nicht zum Blackout kommt, ist deshalb das Stromabkom­men mit der EU zentral. Nach dem Aus des Rahmenabko­mmens liegt dieses jedoch auf Eis.

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GETTY In künftigen Wintern könnte es zu Stromlücke­n kommen.

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