Wird das die mu­tigs­te Na­ti der WM-Ge­schich­te?

20 Minuten - Luzern - - Sport - FLO­RI­AN RAZ, RUSS­LAND

dem das Team am Abend nach Ros­tow fliegt, wo die Schwei­zer am Sonn­tag auf WM-Mit­fa­vo­rit Bra­si­li­en tref­fen.

Die to­ta­le Ab­schot­tung passt auf den ers­ten Blick gar nicht zu die­sem Team, des­sen Spie­ler für ge­wöhn­lich nicht wie schreck­haf­te Re­he wir­ken. Spie­ler wie Gra­nit Xha­ka («Ich ha­be bis zum Fi­nal ge­packt») oder Xher­dan Shaqi­ri («Wir kön­nen das Über­ra­schungs­team der WM wer­den») ha­ben durch­aus forsch mit­ge­teilt, mit wel­chen Zie­len sie nach Russ­land ge­reist sind.

Ver­ständ­lich, dass nun der Span­nungs­bo­gen steigt, wenn es dar­um geht, den Wor­ten Ta­ten fol­gen zu las­sen. «Na­tür­lich bin ich ner­vös», gibt et­wa der sonst im­mer so cool wir­ken­de Ri­car­do Ro­d­ri­guez zu, «aber das ist ganz nor­mal. Wich­tig ist, dass du die Ner­vo­si­tät ab­schüt­telst, so­bald du auf dem Platz stehst.»

Ei­ner im Team wirkt be­son­ders an­ge­spannt. Es ist der Trai­ner. Seit Vla­di­mir Pet­ko­vic die Schweiz über­nom­men hat, spricht er da­von, dass sie un­ter ihm ge­gen je­den Geg­ner do­mi­nant auf­tre­ten soll. Der Trai­ner weiss, dass das ein sehr ho­her An­spruch ist für ein Team aus ei­nem Land mit 8,3 Mil­lio­nen Bür­gern, das es am Sonn­tag mit ei­nem Ko­loss wie Bra­si­li­en mit sei­nen über 200 Mil­lio­nen auf­nimmt.

Aber viel wich­ti­ger ist, dass Pet­ko­vic und sei­ne Spie­ler tat­säch­lich dar­an glau­ben, dass sie ih­re Plä­ne um­set­zen kön­nen. Blei­ben die Schwei­zer dem treu, was sie beim 1:1 in Spa­ni­en ge­zeigt ha­ben, dann könn­te es wirk­lich so sein, dass wir in Russ­land die mu­tigs­te und ehr­gei­zigs­te Na­ti der WM-Ge­schich­te se­hen.

Und den Mu­ti­gen, so will es das Sprich­wort, soll ja die Welt ge­hö­ren.

AFP

Die Schwei­zer Na­tio­nal­mann­schaft hat vor dem WM-Start kei­ne Angst vor dem un­be­sieg­bar schei­nen­den Mit­fa­vo­ri­ten Bra­si­li­en.

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