«Das geht die Kran­ken­kas­se nichts an»

20 Minuten - Luzern - - Auftakt - Heinz Lo­cher (75) ist Ge­sund­heits­öko­nom

Herr Lo­cher, wie fin­den Sie die Idee?

Die Idee ist völ­lig ver­fehlt. Sie ist tech­nisch nicht prak­ti­ka­bel und ge­sund­heits­po­li­tisch völ­lig un­er­wünscht. Dass ich mei­ne Sta­tis­ti­ken der Kran­ken­kas­se mel­den müss­te, fin­de ich «bi­re­weich».

Was spricht da­ge­gen?

Ers­tens: Man be­nach­tei­ligt mit die­se­er Me­tho­de e al­le, die nnicht lau­fen kön­nen oder sonst be­ein­trä­che ti igt sind. Undd zwei­tens müss­te ich wohl bald auch mel­den, wie vie­le Cre­meschnit­ten ich ge­ges­sen ha­be. Aus­ser­dem kann man die Be­we­gung gar nicht im­mer rich­tig zäh­len.

Ver­ra­ten Sie uns, wie vie­le Cre­meschnit­ten Sie ge­ges­sen ha­ben?

Na­tür­lich nicht. Mein Ziel sind 10000 Schrit­te am Tag, aber das geht die Kran­ken­kas­se schlicht­weg nichts an.

Was wä­re ei­ne Al­ter­na­ti­ve, um die Ge­sund­heit zu för­dern?

Das ist viel kom­ple­xer! Si­cher ist es nicht falsch, die Be­völ­ke­rung da­zu zu er­mu­ti­gen, mehr Sport zu ma­chen, aber nicht mit ei­ner sol­chen Idee.

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