Strasse en­det im Nichts: Lu­zer­ner rät­seln über Grund

EM­MEN. In ei­ner Face­book- Grup­pe rät­seln die Mit­glie­der über ein Bild ei­ner Strasse in Em­men, die an­schei­nend ins Nir­gend­wo führt.

20 Minuten - Luzern - - Luzern/region - TUNYA KOCH

«Weiss je­mand, wie­so ober­halb der Stras­sen­kreu­zung in Em­men­brü­cke ei­ne Strasse ins Nir­gend­wo führt?», schrieb ei­ne Face­book-Nut­ze­rin letz­te Wo­che bei der Grup­pe «Du besch vo Lo­zärn, wenn ...» und pos­te­te da­zu zwei Bil­der. Der ers­te Kom­men­tar: «Da­mit sich Leu­te wun­dern, was das soll.» Ge­sagt, ge­tan: Vie­le Grup­pen­mit­glie­der be­gin­nen zu rät­seln, was es mit der Strasse auf sich hat. «Zu viel Far­be üb­rig, und zu faul, die­se wie­der zu­rück­zu­schlep­pen», schreibt ei­ne Nut­ze­rin. «Strasse 9 3/4?», so ein Mit­glied wei­ter.

Schliess­lich wur­de das Rät­sel ge­lüf­tet: Es han­delt sich um ei­nen al­ten Teil der Kan­tons­stras­se, die in den 70er-Jah­ren um­ge­baut wur­de. Dies be­stä­tigt An­dré Gass­mann, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mar­ke­ting der Ge­mein­de: «Tat­säch­lich war dies frü­her die Neu­en­kirch­stras­se, die ein we­nig ums Eck ging. Die neue Strasse wur­de be­gra­digt und die al­te Strasse blieb be­ste­hen.»

Bei ei­nem Stras­sen­neu­bau­pro­jekt wür­den in der Re­gel nicht be­nö­tig­te Stras­sen wie­der zu­rück­ge­baut. Wes­halb dies bei die­ser nicht ge­sche­hen sei, kön­ne ver­schie­de­ne Grün­de ha­ben. «Es ist mög­lich, dass sie wei­ter­hin für die Land­wirt­schaft ge­nutzt wur­de. An­de­rer­seits kann sie auch wei­ter­hin für forst­wirt­schaft­li­che Ar­bei­ten be­nutzt wor­den sein», so Gass­mann.

TK

Was hat es mit der Strasse, die ins Nichts führt, auf sich? Vi­deo: Se­hen Sie den Weg ins Nir­gend­wo auf 20min.ch

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