«Das pas­siert, wenn man Hun­de frei her­um­lau­fen lässt»

HERISAU. Ein Le­ser-re­por­ter fand bei sei­nem Ka­nin­chen­stall zwei to­te Tie­re – ein her­um­streu­nen­der Hund hat­te sie tot­ge­bis­sen. Of­fen­bar ist dies kein Ein­zel­fall.

20 Minuten - St. Gallen - - ST. GALLEN/REGION -

«Am Sams­tag­mit­tag leb­ten sie noch – als ich um 16 Uhr noch­mals nach­schau­te, la­gen die bei­den Ka­nin­chen tot ne­ben dem ka­put­ten Stall», er­zählt ein Le­ser-re­por­ter aus Herisau. Der An­blick ha­be sehr weh­ge­tan, schliess­lich ha­be er die Tie­re gern ge­habt. Er ha­be dann ei­nen Wild­hü­ter an­ge­ru­fen. «Die­ser kam vor­bei und mein­te, dass das nur ein Hund ge­we­sen sein kön­ne.» In sei­ne Trau­er ha­be sich dann auch Wut über den Hun­de­hal­ter ge­mischt. Las­se die­ser sein Tier wie­der frei lau­fen, wür­de es im Blut­rausch er­neut zu­schla­gen, glaubt er. Aus Angst um sei­ne zwei an­de­ren Ka­nin­chen ha­be er nun ei­nen Elek­tro­zaun auf­ge­stellt.

Der Be­sit­zer ver­öf­fent­lich­te den Vor­fall auf Social Media. Zum Bild der to­ten Tie­re schrieb er: «Das pas­siert, wenn man Hun­de frei her­um­lau­fen lässt.» Er er­hielt nicht nur An­teil­nah­me, son­dern es mel­de­ten sich auch wei­te­re Be­trof­fe­ne: Of­fen­bar wur­den in zwei wei­te­ren Fäl­len in der Um­ge­bung Stäl­le be­schä­digt und Ka­nin­chen ge­tö­tet. «Bei mei­nen El­tern ha­ben auch zwei Hun­de drei Ka­nin­chen ge­holt. Ei­nes ha­ben sie ganz ge­fres­sen, da blieb nicht mehr viel üb­rig», schreibt ei­ne Frau.

Der Le­ser-re­por­ter hat am Mon­tag An­zei­ge bei der Po­li­zei er­stat­tet, wie die Ka­po AR auf An­fra­ge be­stä­tigt. Glei­chen­tags mel­de­te sich auch der Hun­de­hal­ter: «Er hat sich tau­send­mal ent­schul­digt und will auch für den ent­stan­de­nen Scha­den auf­kom­men. Zu­dem lässt er sei­ne Hun­de nicht mehr frei her­um­lau­fen.»

LE­SER-RE­POR­TER

Ka­put­ter Stall, zwei to­te Ka­nin­chen: So fand ein Le­ser-re­por­ter sei­ne Tie­re vor.

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