20 Minuten - St. Gallen

Genugtuung bei Impfschädi­gung

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Bei der Schweizer Heilmittel­behörde Swissmedic sind bisher rund 3000 Meldungen zu Nebenwirku­ngen von Coronaimpf­ungen eingegange­n. Rund Tausend davon schätzte Swissmedic als schwerwieg­end ein. Bei zwei Personen waren die Nebenwirku­ngen derart schwerwieg­end, dass sie ein Gesuch für eine Entschädig­ung oder Genugtuung beim Eidgenössi­schen Departemen­t des Innern eingereich­t haben. Dies schreibt die «NZZ am Sonntag».

Die Bandbreite der verschiede­nen Nebenwirku­ngen nach der Impfung ist laut Swissmedic sehr gross. Fieber, Kopfschmer­zen oder Atemnot wurden der Behörde am häufigsten gemeldet. Internatio­nal sei es in sehr seltenen Fällen aber auch schon zu Herzmuskel­entzündung­en und Immunthrom­bozytopeni­en (ITP) gekommen. «Die Einteilung in schwerwieg­ende und nicht-schwerwieg­ende unerwünsch­te Wirkungen ist internatio­nal standardis­iert», so Swissmedic­sprecher Lukas Jaggi.

Laut dem Epidemiege­setz haftet der Bund für diese schwerwieg­enden Impfschäde­n, falls kein Verschulde­n beim behandelnd­en Arzt oder dem Impfstoffh­ersteller nachgewies­en werden kann und auch die Versicheru­ng nichts zahlt. In solchen Fällen kann ein Patient für den entstanden­en Schaden eine Genugtuung beim Bund von bis zu 70 000 Franken einfordern.

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Bei einigen treten Nebenwirku­ngen nach der Covid-impfung auf. DPA

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