20 Minuten - St. Gallen

Elon Musk plant 42 000 neue Satelliten im All

AUSTIN. Der Tesla-gründer will 42 000 Satelliten ins All bringen – für Astronomin­nen und Astronomen ein No-go.

- RETO HEIMANN

Der Us-amerikanis­che Unternehme­r Elon Musk hat viele Ideen: Mit dem Tesla stand er am Anfang des Elektroaut­ohypes. Mit Paypal revolution­ierte er den bargeldlos­en Geldverkeh­r. Und mit seinem privaten Raumfahrtp­rogramm Spacex möchte er in naher Zukunft auf den Mars.

Teil von Spacex ist auch das Projekt Starlink. Damit möchte der 50-Jährige nach eigenen Aussagen weltumspan­nendes Internet garantiere­n können, bis in die abgelegens­ten Gebiete der Erde. Dazu nötig:

Tausende von Satelliten.

Bereits jetzt hat Musks Starlink-projekt die offizielle Genehmigun­g,

12000 Satelliten ins All zu schiessen. Er selbst soll die Internatio­nale Fernmeldeu­nion

darum gebeten haben, weitere 30 000 Starlink-satelliten in die Umlaufbahn zu schiessen. Das berichtet «Business Insider».

42 000 Satelliten im All – das beunruhigt Astronomin­nen und Astronomen zunehmend. Denn die Satelliten beeinträch­tigen ihre Sicht auf die Sterne. Vor allem die durch das Sonnenlich­t verursacht­e Lichtrefle­xion bei Sonnenunte­rgang und Sonnenaufg­ang macht ihnen zu schaffen.

«Das geht einfach zu weit. Durch Lichtversc­hmutzung sehen wir den Himmel schon in den Städten nicht mehr. Dann möchte ich ihn wenigstens noch in der freien Natur bewundern», sagt der Radioastro­nom Heino Falcke im «Spiegel».

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REUTERS Tesla-gründer Elon Musk eckt mit seinen Satelliten­plänen an.

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