20 Minuten - St. Gallen

Bezos mit Pilotin und Teenager im Weltall

HOUSTON. Gestern flog Amazon-gründer Jeff Bezos gemeinsam mit drei Passagiere­n ins All.

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Rund zehn Tage nach dem britischen Milliardär Richard Branson unternahm gestern auch Amazon-gründer Jeff Bezos einen Kurzausflu­g ins Weltall. Bei dem ersten bemannten Weltraumfl­ug seiner Firma Blue Origin waren neben dem Us-unternehme­r mit an Bord der New Shepard auch sein Bruder Mark sowie die 82-jährige Wally Funk. Sie gehörte 1961 zu den ersten Frauen, die als Astronauti­nnen trainiert wurden, aber sie durfte nie fliegen. Mit Bezos’ Einladung wurde sie nun die älteste Astronauti­n der Welt. Der jüngste Astronaut wurde auf demselben Flug ein 18-jähriger Niederländ­er, der den Flug von seinem Vater geschenkt bekam.

Was er dafür bezahlen musste, ist nicht bekannt.

Der gestrige Flug dauerte rund elf Minuten. Es ging dabei in 100 Kilometer Höhe, wo das All beginnt. Rund vier Minuten dauerte die Schwerelos­igkeit, dann schwebte die Kapsel an Fallschirm­en zurück zur Erde. Sowohl die Rakete als auch die Kapsel sollen immer wieder verwendet werden und künftig zahlende Touristen ins All bringen.

Da Bezos eine ausbaufähi­ge Rakete und nicht, wie Branson, ein Flugzeug mit vergleichs­weise bescheiden­em Raketenant­rieb

entwickelt hat, könnte es für den Amazon-gründer künftig noch etwas weiter ins All hinausgehe­n.

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