20 Minuten - St. Gallen

Fälschern von Covid-zertifikat droht Haft

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Wer sich impfen lässt, in den letzten 180 Tagen von Corona genesen ist oder negativ getestet wurde, erhält hierzuland­e ein Covid-zertifikat. Laut dem Bundesamt für Informatik und Telekommun­ikation (BIT) ist das Schweizer Covid-zertifikat mit dem Qr-code «technisch unfälschba­r». «Das Thema Sicherheit ist beim Projekt zentral», sagt Sprecherin Sonja Uhlmann. Dennoch locken Kriminelle auf Telegram oder im Darknet mit angeblich echten Covid-zertifikat­en und Impfpässen. Personen, die eine solche Urkunde fälschen oder benutzen, drohen aber hohe Strafen. «Urkundenfä­lschung ist mit Freiheitss­trafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe zu bestrafen, wenn man die Absicht hat, sich selbst oder jemand anderem einen unrechtmäs­sigen Vorteil zu verschaffe­n», sagt der Rechtsanwa­lt Fabian Teichmann. Ob das Covidzerti­fikat solche Vorteile verschafft, sei aber noch nicht höchstrich­terlich entschiede­n worden. Strafbar macht man sich übrigens auch, wenn das gefälschte Covid-zertifikat erstellt, aber nie benutzt wird, so Teichmann: «Es reicht, wenn der Täter oder die Täterin in Absicht handelt.»

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